Chile

Concepción weiht Bienenhaus ein – Kinder sollen für Naturschutz begeistert werden


Einen Ort für Bienen: Im Stadtgarten von Concepción gibt es jetzt ein Bienenhaus und Bildungsangebote. / Foto: medio a medio

Einen Ort für Bienen: Im Stadtgarten von Concepción gibt es jetzt ein Bienenhaus und Bildungsangebote. / Foto: medio a medio

(Concepción, 22. November 2017, medio a medio).- Die im Zentrum Chiles gelegene Stadt Concepción setzt sich mit der Errichtung eines Bienenhauses für den Schutz der einheimischen Bienen ein. Das nützliche Insekt leidet unter den Folgen des Klimawandels, dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und der allgemeinen Verschlechterung seines Lebensraums. Die Stadt Concepción und die Vereinigung der Bienenzüchter*innen der gleichnamigen Provinz haben sich nun zusammengetan, um die Bienen zu schützen und dieses Anliegen öffentlich zu machen. In diesem Sinne wurde Mitte November im städtischen Garten ein Bienenhaus (Apiarium) eingeweiht. Dort leben nun 45 Bienenvölker. Außerdem wurde ein Bildungsprogramm für Naturfreunde entwickelt. Diese können sich nun in einem Schutzgebiet an der Mündung des Biobío-Flusses genauer informieren.

„Bienen stehen nicht nur für Honig.“

Anstoß für die Zusammenarbeit von Stadt und Bienenzüchter-Verband war der Umstand, dass an mehreren Stellen des Stadtgebietes Bienenwaben an Häusern entdeckt worden waren, was manche Bewohner*innen verängstigt hatte. Freddy Toledo Romero, Leiter des lokalen, rund hundert Mitglieder zählenden Imkerverbandes, stellt klar: „Bienen stehen nicht nur für Honig.“ .Die Stadt Concepción habe auf das Anliegen positiv reagiert. Nun sei ein Raum geschaffen worden, um Kinder und Erwachsene über die wichtige Rolle der Bienen für die Natur zu informieren. Dank ihrer Bestäubung setze sich das Leben auf der Erde fort. In einem Gebäude, das als Labor diene, könnten auch Gäste begrüßt und Informationen über die Bienen verbreitet werden, so Toledo. Die Stadt Concepción sieht die Initiative auch als Bestandteil ihres Programms für Ökotourismus. Andrea Aste, die Verantwortliche für Umwelt, würde sich besonders freuen, wenn Kinder mithelfen, die Biene zu schützen.

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