Bagua: „Die Verantwortlichen laufen weiter frei herum.“


Im Jahr 2009 protestierten die Indigenen gegen verschiedene Dekrete der Regierung von Alan García. Bei der Auseinandersetzung fanden 33 Menschen – sowohl Polizisten als auch Indigene – den Tod. Es gab außerdem Hunderte von Verletzten.

Die kürzlich stattgefundene Kundgebung hatte zum Ziel, Gerechtigkeit zu fordern und um dagegen zu protestieren, dass bis heute kein politisch Verantwortlicher von der Justiz zur Verantwortung gezogen wurde.

Alan García soll sich verantworten

Zu der Demonstration hatte die Indigene Vereinigung zur Entwicklung im peruanischen Regenwald Aidesep (Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana) aufgerufen und sowohl Indigene als auch Student*innen und Arbeiter*innen nahmen daran teil. Der Leiter von Aidesep im Amazonasgebiet, Henderson Rengifo Hualinga, klagte, dass die peruanische Justiz „die in Wahrheit politisch Verantwortlichen, Ex-Präsidenten Alan Garcia und seine Minister, die den Polizeieinsatz anordneten“, nicht vor Gericht stelle.

Er gab an, dass bis zum heutigen Tag dafür allein 53 indigene Anführer*innen angeklagt worden seien. „Wir können nicht zulassen, dass man nur den indigenen Völkern die Schuld geben will, während die in Wahrheit politisch Verantwortlichen frei herumlaufen“ bemängelte Rengifo.

Demgegenüber reichten Familienangehörige der am 5. Juni 2009 ums Leben gekommenen Polizisten Klage gegen Ex-Präsident Alan García wegen fahrlässiger Tötung ein. Auch verklagten sie die ehemalige Innenministerin Mercedes Cabanillas und die Ministerin für Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Tourismus, Mercedes Aráoz.

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