Wüstenkampagne
Der Begriff ist in mehrfacher Hinsicht irreführend, denn dahinter verbirgt sich die blutige Eroberung eines Gebiets, das weder menschenleer noch vegetationslos war. In den 1830er Jahren im Anschluss an die argentinische Staatsgründung wurden unter der Führung von Juan Manuel de Rosas der Bevölkerung über 3000 indigene Menschen ermordet und über 1000 weitere gefangengenommen. General Julio Argentino Roca ließ zwischen 1878 und 1880 weitere 1200 Menschen töten. Zwischen 1870 und 1914 wanderten etwa 5,5 Millionen Europäer*innen ein. Die Notwendigkeit, für die Neuangekommenen Lebensraum zu schaffen, ließ keinen Gedanken daran zu, dass die dort lebende Bevölkerung ein Anrecht auf Land und Leben haben könnte. Einen detaillierten Bericht über die „Wüstenkampagne“ findest du in der ila.
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