Tägliche Archive: 16. September 2015


Suppe bei Ana Paredes. Foto: Nils Brock
Peru
Fokus: Menschenrechte 2015

Dem Fortschrittsmärchen die Show stehlen

von Nils Brock (Berlin, 07. September 2015, npl).- Im peruanischen Regenwald, nahe der brasilianisch-kolumbianischen Grenze, wird derzeit der Widerstand geprobt. In der Hauptrolle: die Cocama-Indigenas, die sich gegen die zunehmende Kanalisierung des Marañon-Flusses im Rahmen des Infrastrukturprojekts IIRSA zur Wehr setzen. IIRSA, das ist ein markliberaler Masterplan, um die Infrastruktur Südamerikas für Extraktivismus und Monokultur zu optimieren. Gegenstimmen finden oft kein Gehör. Die Cocamas werfen deshalb verstärkt ihr kulturelles Kapital in die Waagschale – eine interessante, aber auch erfolgreiche Idee? […]


Jährlich werden Zehntausende Tonnen Lebensmittel nach Kolumbien geschmuggelt. Foto: Amerika21/Telesur
Kolumbien Venezuela

Spannungen halten an

von Philipp Zimmermann (Caracas/Bogotá, 16. September 2015, amerika21.de).- Die Grenzübergänge zwischen Venezuela und Kolumbien bleiben vorerst geschlossen. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte die Grenzschließung am 19. August angeordnet, nachdem eine venezolanische Militärpatrouille im Bundesstaat Táchira mutmaßlich von kolumbianischen Paramilitärs angegriffen und drei Soldaten verletzt wurden. […]


Mexiko: Geflüchtete auf dem berüchtigten Güterzug
Guatemala Mexiko USA
Fokus: Menschenrechte 2015

58 Migrant*innen gerettet

(Guatemala-Stadt, 14. September 2015, cerigua).- Die mexikanischen Behörden haben am 12. September 58 Migrant*innen gerettet, teilte das guatemaltekische Außenministerium mit. Die Migrant*innen, unter ihnen 29 Guatemaltek*innen, wurden von mutmaßlichen Schleppern durch den Bundesstaat Veracruz geschleust. Sicherheitskräfte seien auf den illegalen Transport mehrerer Personen in drei Fahrzeugen hingewiesen worden. Bei einer Überprüfung fanden sie die Migrant*innen, die aus Guatemala, Honduras, Ecuador und El Salvador stammen. Bei der Operation wurden vier Personen unter dem Verdacht des Menschenhandels verhaftet. […]


venezuela leopoldolopez. Foto:Adital/taringa.net
Venezuela

Geteilte Meinungen und Kritik an Urteil gegen Oppositionsführer

von Cristina Fontenele (Fortaleza, 15. September 2015, adital).- Leopoldo López, politischer Gegner des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, ist am 10. September zu fast 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil erging aus der Anklage wegen Terrorismus, Mordes, Sachbeschädigungen, Brandstiftung sowie Anstiftung zur Aufruhr der Öffentlichkeit und kriminelle Vereinigung während der Proteste von 2014 gegen die Regierung Maduros. Diese hatten 43 Tote und mehr als 800 Verletzte gefordert. López saß seit 19 Monaten im Militärgefängnis Ramo Verde der Stadt Los Teques im Bundesstaat Miranda in Haft. […]