Olympische Spiele in Rio: Mehr Sport und weniger Rechte

Von Andreas Behn.

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Maria da penha steht vor den Trümmern ihres Hauses. Foto: Volkskomitee WM und Olympia

Für die Olympischen Spiele wird in Rio de Janeiro weiter geräumt. In der Vila Autodromo, Symbol des Widerstands gegen eine verfehlte Stadtpolitik, stehen nur noch wenige Häuser. Die wenigen BewohnerInnen, die noch ausharren, machen deutlich, dass ihre Bedürfnisse nicht berücksichtigt werden, wenn es um sportliche Großveranstaltungen geht. Während bei den auch von Brasilien anerkannten nachhaltigen Entwicklungsziele von „nachhaltigen Städten und Gemeinden“ die Rede ist, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus, insbesondere für die ärmeren Menschen. Aus Rio de Janeiro berichtet Andreas Behn.

Früh am Morgen rückte die Polizei in der Vila Autodromo an. Mit einem Schaufelbagger und schwerem Räumgerät wurde das Haus von Maria da Penha eingerissen. Seit 23 Jahren lebt sie in der Gemeinde und wollte nicht weichen. Direkt daneben entsteht der Olympiapark, in dem im August dieses Jahres eine ganze Reihe von Wettbewerben stattfinden werden. Wo ihr Haus stand, soll eine Zufahrtsstraße gebaut werden. Jetzt steht Maria da Penha vor einem Trümmerhaufen.

poonal_kleinDen dazugehörigen poonal-Artikel könnt ihr hier lesen.

 

 

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