
Gabriel Saldana via wikimedia
CC BY 2.0
(Mexiko-Stadt, 23. Dezember 2025, la jornada).- Die Tropensturmsaison, die am 30. November endete, hat sich positiv auf das Dürreproblem des Landes ausgewirkt. Aktuell sind nach Angaben des Nationalen Wetterdiensts SMN nur noch 10,6 Prozent des Staatsgebiets vom Wassermangel betroffen. Wie SMN-Koordinator Fabian Vázquez Romaña berichtet, hatten zu Beginn der Sturmsaison am 15. Mai rund 50 Prozent der Landefläche mit Dürreproblemen zu kämpfen. Das bedeutet einen Rückgang um 39 Prozent. Bereits seit Ende September habe in mehr als 77 Prozent des Landes keine Dürre mehr geherrscht, was seit 2022 nicht mehr der Fall war, so der Sprecher des metereologischen Diensts.
Wasserspeicher wieder aufgefüllt
Die Regenfälle trugen auch dazu bei, den Wasserstand der Stauseen zu erhöhen. Auf nationaler Ebene erreichte die Füllmenge einen Höchststand von 72 Prozent, acht Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als 80 Stauseen erreichten oder überschritten 100 Prozent des normalen Höchstwasserstandes. Die größten Zuwächse verzeichneten die Stauseen in Sinaloa, Chiapas, Jalisco, Oaxaca, Michoacán und Sonora. Das Cutzamala-System im Tal von Mexiko erreichte eine maximale Füllung von 97 Prozent. Der SMN hob dieses Ergebnis besonders hervor, da die maximale Füllung im Jahr 2024 bei 64 Prozent lag, was als kritisch eingestuft wurde. Laut Vázquez Romaña ist der größte Teil des Niederschlags auf tropische Wellen und den nordamerikanischen Monsun zurückzuführen. Während dieser Saison wurden 40 dieser starken Regenfälle registriert, was leicht über dem Durchschnitt von 38 liegt. Die aktivsten Monate waren Juli und August mit jeweils elf starken Regenfällen. Die tropischen Wellen hätten vor allem im Süden und auf der Halbinsel Yucatán zu erheblichen Niederschlägen geführt, so der SMN-Sprecher. Ein weiterer Faktor war der mexikanische Monsun im Nordosten des Landes, der in den Regionen Baja California, Baja California Sur, Sonora, Sinaloa, Chihuahua, Durango und Nayarit mehr als 60 Prozent des jährlichen Niederschlags in der Region ausmachte. Außerdem habe die diesjährige Regensaison etwa in der zweiten Junihälfte begonnen, aber erst Ende September, eine Woche nach dem durchschnittlichen Datum, geendet und somit sieben Tage länger gedauert.
Wirbelstürme nehmen zu
Zwischen dem Pazifik und dem Atlantik bildeten sich 31 tropische Wirbelstürme. Davon entstanden 18 im Pazifikbecken (acht tropische Stürme, zehn Hurrikane) und 13 im Atlantik (acht tropische Stürme, fünf Hurrikane). Von diesen Wirbelstürmen trafen nur zwei auf die mexikanische Küste. Im Pazifik erreichte Erick, ein Wirbelsturm der Kategorie 3, am 19. Juli Santiago Pinotepa Nacional im Bundesstaat Oaxaca. Im Golf von Mexiko traf der Tropensturm Barry am 29. Juni Tampico Alto in Veracruz. Die tropischen Stürme Dalila, Ivo, Raymond und Mario sowie die Hurrikane Lorena und Pricilla trafen zwar nicht auf Land, trugen aber trotzdem zur Niederschlagsmenge bei. Vázquez ließ auch die heftigen Folgen der Tropenstürme nicht unerwähnt, wie in der Region Huasteca in San Luis Potosí, wo es zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Todesfällen kam. Auch Mexiko-Stadt, Puebla und andere Gebiete waren von Überschwemmungen betroffen.
Wie Vázquez Romaña erklärte, untersucht der SMN, der zur Nationalen Wasserkommission gehört, die Entwicklung dieser hydrometeorologischen Phänomene durch über 300 meteorologische Beobachtungspunkte im ganzen Land. Dazu gehören Observatorien, Radargeräte, Radiosonden, konventionelle und automatische Wetterstationen sowie Empfänger für Satelliteninformationen und -bilder.
Wirbelstürme und Hurrikans sorgen für gefüllte Wasserspeicher von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Schreibe einen Kommentar