Süßwasser geht in immer schnellerem Tempo verloren

Lake Mead
Der Südwesten Nordamerikas ist laut der Studie eine der vier Regionen weltweit, in denen bereits Medadürren auftreten. Hier Lake Mead bei Las Vegas im Oktober 2021. Foto: APK/Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

(Lima, 7. August 2025, servindi).- Wissenschaftler*innen warnen davor, dass die Erde seit 2002 Süßwasser in einem noch nie dagewesenen Ausmaß verloren hat. Das geht aus einer in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie hervor, die auf einer zwei Jahrzehnte umfassenden Satellitenanalyse beruht.

Die von Wissenschaftler*innen aus den USA, Indien, Saudi-Arabien, der Weltbank und der NASA analysierten Satellitenbeobachtungen zeigen, dass die Wasserspeicherung in Flüssen, Schnee, Bodenfeuchtigkeit, Eis und Grundwasser zurückgeht. Die Expert*innen führen diesen beschleunigten Prozess, der 101 Länder und 75 Prozent der Weltbevölkerung betrifft, auf den Klimawandel, die Übernutzung der Grundwasserleiter und extreme Dürren zurück.

Kontinente trocknen aus

Jay Famiglietti, der leitende Forscher der Studie, warnt, dass die Kontinente dabei sind auszutrocknen und die Verfügbarkeit von Süßwasser abnimmt. Das könnte die Ernährungs- und Wassersicherheit von Millionen von Menschen beeinträchtigen, wenn nicht dringend Maßnahmen ergriffen werden.

Der Bericht identifiziert vier Regionen, in denen bereits Megadürren auftreten: den Südwesten Nordamerikas sowie Zentralamerika; einen breiten Streifen von Nordafrika, über den Nahen Osten, Europa bis nach Asien; sowie Alaska, Nordkanada und Nordrussland. 68 Prozent des Wasserverlustes resultieren aus der übermäßigen Nutzung von Grundwasser, einer nicht nachhaltigen Entnahme, die nun zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt.

Angesichts dieser Situation fordern die Autor*innen der Studie dringend eine globale Politik zur Bewirtschaftung des Grundwassers und zur Vermeidung einer irreversiblen Wasserkrise.

Übersetzung: Christa Röpstorff

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