Ausgelaufenes Öl möglicherweise tief in Golf von Mexiko eingedrungen

alt(Lima, 03. November 2010, noticias aliadas).- Erdöl, das nach der Explosion der BP-Bohrplattform „Deepwater Horizon“ am 20. April ungehindert ins Meer floss, könnte in tiefere Meeresschichten im Golf von Mexiko vorgedrungen sein als bislang angenommen. Das gab eine im April dieses Jahres aufgrund der Katastrophe geschaffene mexikanische Behörde, die mit der Untersuchungen der Auswirkungen des Unfalls betraut ist, Anfang November bekannt.
 

Ölteppich unter der Wasseroberfläche

Nach Aussagen des Generaldirektors der Justizabteilung des Nationalen Umweltinstituts INE (Instituto Nacional de Ecología) Eduardo Peters gegenüber der mexikanischen Tageszeitung La Jornada, befinden sich etwa 80 Prozent des Öls unter der Wasseroberfläche. Peters hält es für wenig wahrscheinlich, dass Wasserströmungen das Öl bewegen werden. Von der Verseuchung betroffen sind laut Peters die Gewässer vor der Küste der Halbinsel Yucatán, die für ihren hohen Grad an Biodiversität bekannt sind.

Fast 5 Millionen Barrel Öl ausgelaufen

Bei der Explosion der Plattform waren im April 11 Arbeiter ums Leben gekommen. Anschließend waren 4,9 Millionen Barrel Rohöl in den Golf von Mexiko geflossen, bis das Bohrloch am 19. September – fünf Monate nach der Explosion – mit Zement versiegelt wurde. Lediglich 800.000 Barrel Öl, etwa ein Sechstel der ausgelaufenen Menge, konnten aufgefangen werden.

Das INE untersucht zudem mögliche Auswirkungen der Katastrophe auf die Nester von Meeresschildkröten der „Lora“-Art, da das Öl sich in deren Migrationsphase ins Wasser ergoss.

(Foto: Globovision/ flickr)

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