Krieg oder Verhandlungen? Edgardo Lander über den Machtkampf in Venezuela

Der venezolanische Soziologe Edgardo Lander. Foto: D. Ossami

Der Machtkampf in Venezuela zwischen Regierung und Opposition geht weiter. Am 30. April ließ der selbsternannte Präsident Juan Guaidó dessen Mentor Leopoldo López aus dem Hausarrest befreien und verkündete, das Militär stünde jetzt auf seiner Seite. Die Bevölkerung rief er dazu auf, auf die Straße zu gehen. Doch auch diese Runde der sogenannten „Operation Freiheit“ endete mit der Bestätigung des Status Quo: Der angezählte Präsident Maduro sitzt immer noch in seinem Palast und das Militär ist offiziell immer noch auf seiner Seite. Die Bevölkerung, die für den selbsternannten Präsidenten Guaidó auf die Straße gegangen ist, wurde mal wieder von den Sicherheitskräften zurückgeschlagen und Oppositionsführer López, der eigentlich selber gerne Präsident wäre, hat sich erstmal in die spanische Botschaft geflüchtet.

Anfang April haben wir in Berlin den venezolanischen Soziologen und Linksintellektuellen Edgardo Lander getroffen. Lander engagiert sich unter anderem in der “Bürgerplattform zur Verteidigung der Verfassung”. Lander ist Vertreter eines “kritischen Chavismus” und zählt sich nicht zur klassischen Opposition. Er will zwischen dieser und dem Maduro-Lager vermitteln. In diesem Zusammenhang kritisiert er die Haltung der meisten europäischen Staaten, auch Deutschlands, die Guaidó bereits Anfang Februar als Präsidenten anerkannt haben. Wie geht es weiter in Venezuela?

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