Lateinamerika: 2015 wurden 122 Umweltschützer*innen ermordet

(Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Im Jahr 2015 erreichte die Zahl der weltweit ermordeten Umweltschutzaktivist*innen einen neuen traurigen Höhepunkt. Die Organisation Global Witness spricht von einem Anstieg um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 122 der insgesamt 185 Todesopfer wurden in Lateinamerika ermordet. Brasilien wird von Global Witness als das gefährlichste Land eingeschätzt, hier wurden 50 Umweltaktivist*innen ermordet. Es folgen Kolumbien (26), Peru (12), Nicaragua (12), Guatemala (10), Honduras (8) und Mexiko (4).

In ihrem am 20. Juni veröffentlichten Bericht “Ein gefährliches Terrain” beziffert Global Witness den Anteil der Indigenen an der Gruppe der Getöteten mit 40 Prozent. Die Hauptursache für die Ermordungen ist der Widerstand gegen Bergbauprojekte, Agrarindustrie, illegalen Holzschlag und Wasserkraftwerke.

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