Bolsonaristas stören mit Blockaden und Bränden

Foto: Brasil de Fato

(São Paulo, 21. November 2022, Brasil de Fato).- Aus Protest gegen angeblichen Wahlbetrug hielten Bolsonaro-Anhänger*innen die Autobahn zwischen Lucas do Rio Verde und Nova Mutum in Mato Grosso besetzt. Ferner wurden am Abend des 19. November ein Krankenwagen und ein Abschleppwagen des Autobahnbetreibers Rota do Oeste in Brand gesetzt. Dazu feuerten Unbekannte auf ein Service-Gebäude.

Schüsse, Sachbeschädigung, Blockaden

Auf den von den Sicherheitskräften von Mato Grosso veröffentlichten Bildern ist zu erkennen, wie eine Gruppe von mindestens neun Personen das Service-Gebäude mit Schusswaffen und Gegenständen wie Molotowcocktails angreift. Auf einem weiteren Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert, sieht man die Panik der Angestellten. Ein Augenzeuge berichtet, die Angreifer seien „schießend hereingekommen“. Am selben Tag blockierten Bolsonaro-Anhänger*innen in Dourados in Mato Grosso do Sul eine Autobahn und zündeten ein Auto an. Das Feuer wurde auf einer Reifenbarrikade gelegt, als ein Fahrzeug durch das Gebiet fuhr. Der Fahrer konnte sich rechtzeitig aus dem Auto befreien und wurde nicht verletzt. Einen Tag zuvor hatten demonstrierende Bolsonaro-Fans die Leitungen des Reservoirs der städtischen Wassergesellschaft zerstört, woraufhin sechs Stadtteile der Gemeinde Ariquemes in Rondônia keinen Zugang zu aufbereitetem Wasser mehr hatten. Nach Informationen des Staatsanwalts von Rondônia (MP-RO) hatten die Demonstrant*innen einen Bulldozer eingesetzt, um das Rohr zu zerstören. Es wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren zur Untersuchung des Falls eingeleitet. Wie die Sonderstaatsanwaltschaft mitteilte, könnte der Angriff als terroristisches Verbrechen eingestuft werden, da es sich um Sabotage an einer Grundversorgungseinrichtung handle. Am selben Wochenende wurden bei der Räumung der Autobahn BR-364 in der Gemeinde Vilhena in Rondônia acht Personen festgenommen. Die Verhafteten gehören zur Führungsgruppe der Bewegung, die das Wahlergebnis nicht akzeptieren und zu antidemokratischen Handlungen aufrufen. „In Rondônia wurden an diesem Wochenende an verschiedenen Blockadepunkten extremistische Aktionen registriert. In Porto Velho in der Region von Abunã zerstachen die Angreifer einige Reifen von Bussen. In der Gemeinde Ariquemes setzten sie einen Lkw-Konvoi in Brand und plünderten einen Teil der Ladung. In der Stadt Vilhena wurden Steine auf einen Lkw-Fahrer geworfen“, so die Bundesautobahnpolizei in einer Erklärung.

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