Staatliche Gelder kommen privaten Gentech-Unternehmen zugute

„Ich möchte keine gentechnisch veränderten Lebensmittel essen“
Foto: La Minuta

(Oaxaca, 26. September 2019, La Minuta).- Mehr als 3,7 Millionen Euro (80 Millionen Pesos) staatlicher Gelder sind in die Entwicklung der privaten Gentechnik-Industrie in Mexiko geflossen. Der staatliche Fond für Biosicherheit für gentechnisch veränderte Organismen CIBIOGEM (Comisión Intersecretarial de Bioseguridad de los Organismos Genéticamente Modificados) hatte wissenschaftliche Studien dieser Unternehmen finanziert. Dies teilte das Komitee des Fonds und der Nationale Rat für Wissenschaft und Technik Conacyt (Consejo Nacional de la Ciencia y Tecnología) offiziell mit. Die veröffentlichten Daten enthüllen, dass die Gelder, die für die (landwirtschaftliche) Biotechnologie ausgegeben wurden, bei weitem jene Summen überschreiten, die in Projekte zu Studien der Biosicherheit (Studien, die Umweltkatastrophen vorbeugen sollen) geflossen sind.

72 Prozent der Studien, die mit staatlichen Mitteln finanziert wurden, entfielen auf Studien zur Entwicklung der (landwirtschaftlichen) Biotechnologie. Das heißt, es gibt eine deutliche Tendenz zur Produktion genetisch veränderte Organismen und dem Einsatz von Agrargiften, ganz im Sinne multinationaler Unternehmen und auf Kosten des traditionellen und des Bio-Anbaus. Diese Daten wurden in der Reportage mit dem Titel „Das Saatgut-Kartell” (El cártel de las Semillas) veröffentlicht. Darin ist auch zu lesen, dass die Studien so angelegt wurden, dass sie zum Vorteil der Gentechnik-Industrie ausfallen. So wurden die Studien nur auf sehr kleinen Flächen, die nie mehr als einen Hektar umfassten und ohne die nötigen Kontrollmechanismen durchgeführt. Darüber hinaus ist es dem Unternehmen Monsanto gelungen, mit Hilfe der Regierung über Programme zur Unterstützung der ländlichen Regionen gentechnisch verändertes Saatgut zu vermarkten.

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