USA Venezuela

US-Außenminister setzt auf Militärputsch in Venezuela


Rex Tillerson

Rex Tillerson ist seit einem Jahr Außenminister im Kabinett Trump. Zuvor war er Präsident und Geschäftsführer des Erdölkonzerns ExxonMobil. 2012 wurde ihm der russische „Orden der Freundschaft“ durch Wladimir Putin verliehen. Foto: Democracy now

(Washington, 5. Februar 2018, democracy now).- Die Spannungen zwischen den USA und Venezuela steigen an. Während seiner Reise durch fünf südamerikanische Staaten hat US-Außenminister Rex Tillerson erklärt, sein Land erwäge weitere Sanktionen und möglicherweise ein Ölembargo gegen das ölreiche Venezuela. Zudem ließ er Anfang Februar verlauten, dass die USA die venezolanische Armee auf die Unterstützung der USA zählen könne, sollte diese die Regierung von Nicolás Maduro stürzen wollen.

Tillerson äußerte sich wie folgt: „Ich denke, es wird einen Wechsel geben; einen friedlichen, hoffe ich. In der Geschichte Venezuelas und auch in der Geschichte anderer Staaten Lateinamerikas, war es immer wieder die Armee, die mit solchen Situationen umzugehen wusste. Wenn die Dinge so schlecht laufen, dass die militärischen Befehlshaber merken, dass sie nicht mehr den Bürgern dienen können, dann sorgen sie für einen friedlichen Wechsel.“

Der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino kritisierte Tillerson umgehend; dieser würde einen Militärputsch in Venezuela andeuten. Padrino sagte: „Wenn die Streitkräfte aufgerufen werden, eine Regierung abzusetzen, so zeigt das einen mangelnden Respekt gegenüber einer Institution, die ihren Prinzipien, ihrer republikanischen Moral und ihren historischen Traditionen treu bleibt.

CC BY-SA 4.0 US-Außenminister setzt auf Militärputsch in Venezuela von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Wahlen in Venezuela bis Ende April
52
(Montevideo, 24. Januar 2018, la diaria).- Venezuelas Verfassungsgebende Versammlung ANC (Asamblea Nacional Constituyente), die ausschließlich aus regierungstreuen Mitgliedern besteht, hat beschlossen, dass die Wahlen in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 stattfinden werden. Der venezolanische Präsident, Nicolás Maduro, stehe 'zu Befehl', um Präsidentschaftskandidat zu werden. „Angenommen durch Zuruf“, erklärte die Präsidentin der Verfassungsgebenden Versammlung, Delc...
Update Nationalgarde: Dekret, Uniformen, neueste Zahlen
31
(Mexiko-Stadt, 2. April 2019, npl).- Nachdem das Dekret zur Einrichtung der mexikanischen Nationalgarde am 26. März im Bundesamtsblatt veröffentlicht wurde, stellte Präsident López Obrador am Folgetag zusammen mit dem Verteidigungsminister Luis Cresencio Sandoval die Einkleidungsoptionen höchstpersönlich vor. Bedenken über den dominanten Einfluss der Militärs in der neu geschaffenen Institution wurden dabei in keiner Weise zerstreut. Präsident López Obrador schloss in seiner ...
Mexiko: Nationalgarde im Anmarsch
191
(Mexiko-Stadt, 22. März 2019, npl).- Nach Aussagen von Alfonso Durazo, dem mexikanischen Sicherheitsminister, steht die Verkündung des Gesetzes über die neue Nationalgarde unmittelbar bevor. Für Präsident Andrés Manuel López Obrador soll diese Institution (Amlo) ein neuer Versuch sein, das organisierte Verbrechen effizienter zu bekämpfen und die Gewalt im Land zu verringern. Denn die bestehenden Polizeieinheiten – aber teilweise auch das Militär – haben sich als zu korrupt un...
Brasilien: Immer mehr staatliche Schulen unter militärischer Führung
131
(Montevideo, 14. März 2019, la diaria).- Die Regierung unter Jair Bolsonaro ist bekannt dafür, in vielen Bereichen Militärangehörige einzusetzen, auch im Bildungsbereich. Der Bildungsminister Ricardo Vélez Rodríguez ist emeritierter Professor der militärischen Bildungseinrichtung ECEME, wo die oberste militärische Führung ausgebildet wird. Seine Vergangenheit könnte einen Hinweis darauf geben, warum er Ende Februar im Senat die Ausweitung militarisierter Schulen in einigen Bu...
Indígenas aus Venezuela auf der Flucht nach Brasilien
162
(Lima, 9. März 2019, Servindi).- Die Krise in Venezuela hat viele Bevölkerungsgruppen erreicht. Das indigene Volk der Pemón, das im Süden der Region Bolivar lebt, hat es in den letzten Monaten besonders hart getroffen. Die ständigen Konfrontationen mit der Bolivarischen Nationalgarde GNB haben zur Vertreibung dieses Volkes geführt. Seit Ende Februar migrieren Hunderte Pemón-Indígenas aus Venezuela nach Brasilien. Allein in der Stadt Pacaraima sind mehr als 200 Pemones eingetr...