Mexiko

Sinar Corzo in Chiapas ermordet


Der chiapanekische Aktivist Sinar Corzo wurde erschossen. Foto: Desinformémonos

(Mexiko-Stadt, 4. Januar 2019, desinformémonos/poonal).- Der Aktivist und Menschenrechtsverteidiger Sinar Corzo Esquinca ist am Abend des 3. Januar 2019 in Arriaga im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas erschossen worden. Der Täter entkam unerkannt auf einem Motorrad.

Corzo Esquinca war im Bürgerkomitee aktiv und setzte sich für die indigenen Gemeinden in Chiapas ein. Er hatte soziale Kommunikation an der UAM in Mexiko-Stadt studiert und wird als starker Charakter beschrieben, der seine Stimme „für die Vergessenen“ erhob. Er hatte sich wegen Protestaktionen und Kritik an den Bürgermeistern von Arriaga einen Namen gemacht; deshalb war er schon mehrfach eingeschüchtert und verhaftet worden – wie im August 2013, als er eine funktionierende Wasser- und Abwasserversorgung für die Gemeinden einforderte.

Nach dem Erdbeben vom 7. September 2017 in Chiapas und Oaxaca hatte er sich für die Opfer eingesetzt. Er war zudem für sein Engagement für eine Verbesserung der Wasser- und Gesundheitsversorgung in seinem Heimatort Arriaga bekannt. Er starb wenige Meter von seinem Haus entfernt. Nur wenige Stunden zuvor hatte er an einem Treffen mit örtlichen Behörden über ein Straßenbauprojekt teilgenommen.

Im April 2018 hatte er einen Mitarbeiter des aus dem Amt geschiedenen Gouverneur Manuel Velasco Coello von der PVEM angezeigt; er sei von diesem bedroht worden. Dessen Nachfolger im Amt, Rutilio Escandón, der UN-Hochkommissar für Menschenrechte sowie weitere Menschenrechtsorganisationen verurteilten die Tat und verlangten Aufklärung.

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