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Regierung von Honduras verhindert Einreise der venezolanischen Band „Los Guaraguao“


Los Guaraguao

Durften den honduranischen Flughafen nicht verlassen: Die venezolanische Band Los Guaraguao. Foto: telesur

(Caracas, 16. November 2017, telesur).- Die honduranische Regierung hat der venezolanischen Band „Los Guaraguao“ am Donnerstag, 16. November 2017, die Einreise in das Land verboten und diese zu „unerwünschten Personen“ erklärt. Die Band wurde von Polizei und Militär verhaftet und befand sich zunächst auf dem Flughafen Ramón Villeda Morales von San Pedro Sula. „Los Guaraguao“ waren auf dem Weg nach Honduras, um an der abschließenden Wahlkampfveranstaltung der „Allianz der Opposition gegen die Diktatur“ (Alianza de Oposición contra la Dictadura) teilzunehmen, erklärte Pater Ismael Moreno, Direktor des honduranischen Senders „Radio Progreso“.

Zunächst war keine Einreiseerlaubnis erteilt worden; auch die honduranische Migrationsbehörde hat sich diesbezüglich nicht geäußert. Stattdessen habe man die Band gezwungen, wieder in das Flugzeug einzusteigen, welches sie in das zentralamerikanische Land gebracht hatte, so der Priester. Die Verantwortlichen der „Allianz der Opposition gegen die Diktatur“ wiederum haben am Flughafen Unterstützung zugesagt und versucht zu erreichen, dass die Venezolaner im Land bleiben und bei der Abschlussveranstaltung des Wahlkampfes am 20. November anwesend sein können.

Als Touristen getarnte Wahlbeobachter?

Carmen Paz, Bürgermeisterin von San Nicolás im Departamento Santa Bárbara, erklärte, dass „die Gruppe einen Auftritt in ihrer Gemeinde hat und es keinen Grund gibt, warum man sie in einem Zimmer festhält und sie weder Essen noch Wasser bekommen“.

Die Maßnahmen gegen die Gruppe „Los Guaraguao“ stehen im Zusammenhang mit einer Erklärung des ehemaligen Sondergesandten des US-Außenministeriums, Otto Reich, der die Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro beschuldigte, als Tourist*innen verkleidete Venezolaner*innen einzuschleusen, um die Präsidentschaftswahlen von Honduras am kommenden 26. November 2017 zu beobachten. Die Bandmitglieder weigerten sich, ins Flugzeug zurückzukehren und erklärten, sie seien Künstler und keine Terroristen. Bei ihrem letzten Besuch in Honduras im vergangenen Juli hatte die Gruppe ein Konzert gegeben und Gemeinden im Widerstand unterstützt.

Die Gruppe wurde 18 Stunden in einem isolierten Bereich des Flughafen festgehalten und dann nach Panama abgeschoben. Am Freitag, 17. November landeten sie schließlich wieder in Venezuela, wo sie von Präsident Maduro in Empfang genommen wurden. Dieser machte die venezolanische Opposition für die Vorgänge verantwortlich.

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