Jamaika

Ministerpräsidentin Simpson-Miller tritt ihr Amt an


Jamaika Simpson-Miller wikipedia(Havanna, 05. Januar 2012, prensa latina/poonal).- Die aus den vorgezogenen Wahlen vom vergangenen 29. Dezember als Siegerin hervorgegangene Portia Simpson-Miller wird heute ihr Amt als Ministerpräsidentin antreten.

 

 

Die sozialdemokratische Nationale Volkspartei PNP (People’s National Partei) konnte bei den Wahlen einen Erdrutschsieg gegen die konservative Arbeiterpartei Jamaikas PLJ (Jamaica Labour Party) des nun vorzeitig aus dem Amt scheidenden Andrew Holness erzielen. Auf die PNP entfallen somit 42 der 63 Abgeordnetensitze, auf die PLJ nur 21.

Zweiter Amtsantritt für Simpson-Miller

Holness hatte erst Anfang November 2011 das Amt des Ministerpräsidenten von Bruce Golding übernommen, der überraschend zurückgetreten war. Holness war bis dahin Bildungsminister in der Regierung Golding gewesen. Mit den vorgezogenen Neuwahlen hatte er angesichts guter Umfragewerte seine Regierung auf sichere Füße stellen wollen, die wegen des Umgangs mit einem Drogenskandal in die Kritik geraten war.

Die 66-jährige Simpson-Miller war von 1993 bis 2000 Arbeitsministerin und leitete anschließend das Ministerium für Tourismus und Sport. 2006 löste sie Percival J. Patterson als Vorsitzenden der PNP ab und übernahm nach jamaikanischem Wahlrecht im März 2006 von ihm das Amt des Ministerpräsidenten. Im September 2007 musste sie jedoch bereits wieder abtreten, da die PNP bei den Wahlen ihre Mehrheit verloren hatte. Seither ist sie Oppositionsführerin.

Schwierige Rahmenbedingungen

Gegenüber Presseverteter*innen erklärte Simpson-Miller, dass die Ausgangssituation für die Amtsübernahme dieses Mal völlig anders sei, da sie nun von der Mehrheit der Bevölkerung ins Amt gewählt und nicht nur von Parteidelegierten der PNP für diesen Posten bestimmt worden sei .

Sie bereite sich auf eine schwierige Aufgabe vor, aber sie sei es gewohnt, hart zu arbeiten, sagte die Politikerin in einem Interview mit der Tageszeitung „The Gleaner“. Jamaika ist hoch verschuldet und muss derzeit rund zwei Drittel seines Staatshaushaltes zur Schuldentilgung nutzen.

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