poonal


Der Pressedienst poonal veröffentlicht aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte aus Lateinamerika in deutscher Sprache.

Mit diesem Angebot machen wir seit 1991 zugänglich, was lateinamerikanische Autor*innen und Agenturen über politische Bewegungen, soziale, kulturelle und ökonomische Kämpfe bzw. Emanzipationsprozesse in Lateinamerika schreiben. Eher selten finden sich daher bei poonal Artikel von deutschsprachigen Autor*innen.

Wir arbeiten mit derzeit 20 alternativen Nachrichtenagenturen in Lateinamerika zusammen, die uns ihre Meldungen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Artikelauswahl trifft ein Redaktionsteam in Berlin. Ein über den ganzen Globus verstreutes Netzwerk ehrenamtlicher Übersetzer*innen sorgt für die Übertragung ins Deutsche.


Aktuelle Texte

Historischer Moment ‒ Friedensabkommen für Kolumbien

Handschlag nach Unterzeichnung des Abkommens: Die Leiter der Friedensdelegationen der Farc, Iván Marquez (links), und der Regierung, Humberto de la Calle (rechts). Beifall von Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parilla (hinten im Bild) / Foto:  Ladyrene Pérez/Cubadebate

Von Ani Dießelmann. (26. August 2016, amerika21).- Die Delegierten der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens Farc (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) haben in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein 297 Seiten umfassendes endgültiges Friedensabkommen unterzeichnet. Anwesend waren die Garanten aus Kuba und Norwegen sowie der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla. Damit sind formal die fast vier Jahre andauernden Verhandlungen abgeschlossen. […]

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Frauen und Migration – Eine besondere Herausforderung für den Schutz der Menschenrechte

Indigene Migrantin der Ngobe-Bugle

Von Markus Plate, San José. (San José/Berlin, 28. August 2016, npl).- Die weltweite Migration hat in den letzten Jahren in absoluten Zahlen deutlich zugenommen. Mittlerweile lebt eine Viertelmilliarde Menschen außerhalb ihres Geburtslandes. Der Anteil an Frauen für die das zutrifft, steigt beständig. Seit der Jahrtausendwende migrieren mehr Frauen als Männer. Für sie ist Migration besonders schwierig: Frauen laufen stärker Gefahr als Männer, auf ihrer Reise oder im Zielland zu Opfern von Menschenrechtsverletzungen zu werden, sie sind oft mit Kindern unterwegs oder leiden darunter, Familienangehörige daheim zurückzulassen. Dabei sind die USA oder Kanada längst nicht für alle aus Lateinamerika die Zielländer. Auch die Migrationsbewegungen vom Land in die Städte oder zwischen Ländern Lateinamerikas sind seit vielen Jahren groß. […]

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Harte Kritik an Transgenen von mexikanischem Experten

Mais_Mexiko-gelagerter Mais in Chiapas_Foto_LonundQueta_ CC BY-NC-SA 2.0

(Mexiko-Stadt/Berlin, 21. August 2016, la jornada-poonal).- Der Biologe und frühere Rektor der Autonomen Nationaluniversität Mexikos (UNAM), José Sarukhán, sprach sich im Rahmen eines Vortrages mit für seine Verhältnisse ungewöhnlich deutlichen Worten gegen den Anbau genveränderter Pflanzen in Mexiko. Den Aussagen kommt besondere Bedeutung zu, da Sarukhán auch Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Präsidentenamtes ist. […]

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Showdown im Kampf um Präsidentschaft – Letzte Phase im Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff

Das war ein "Hallo" von Dilma Rousseff aus 2010/ Foto: Wilson Dias, Agência Brasil, CC BY 3.0 br, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11144432

Von Andreas Behn. (Rio de Janeiro, 24. August 2016, npl).- Kaum sind die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vorbei, steht in der Politik der Showdown im Kampf um die Präsidentschaft an. Fast neun Monate nachdem der inzwischen wegen Korruption abgesetzte Parlamentspräsident Eduardo Cunha das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff auf den Weg brachte, steht die endgültige Abstimmung bevor. Die Mehrheitsverhältnisse sprechen dafür, dass nach 13 Jahren die Serie von Mitte-links-Regierungen der Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) beendet wird. […]

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Besuch des UNO-Berichterstatters zu intern Vertriebenen – mehr Schutz für Binnenflüchtlinge angemahnt

(Mexiko-Stadt, 21. August 2016, poonal).- Nach Angaben des Monitoring-Zentrums zu interner Vertreibung, das zu der Nicht-Regierungsorganisation Norwegischer Flüchtlingsrat gehört, hat sich die Zahl der Vertriebenen innerhalb Mexikos in den letzten Jahren auf fast 290.000 Personen summiert. Regierungsangaben nennen deutlich niedrigere Zahlen. Tatsächlich haben sich Berichte über die Vertreibung von Bewohner*innen ganzer Ortschaften durch das organisierte Verbrechen und vor allem durch die Drogenkartelle, quer durch das Land in den vergangenen zwei bis drei Jahren gehäuft. […]

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