Palenquera

Die Palenqueras stammen ursprünglich aus dem kolumbianischen San Basilio de Palenque, etwa eineinhalb Autostunden entfernt von Cartagena. Sie sind die Nachkommen der ersten afrikanischen Frauen, denen es gelang, vor den spanischen Eroberern zu fliehen und im Dickicht der Wälder Zuflucht zu finden. Unter der Führung Benkos Biohós wurde San Basilico de Palenque als erste freie Stadt des amerikanischen Kontinents gegründet. Bis heute pflegen Palenqueras eine eigene spirituelle und kulinarische Kultur, Medizin, Rituale und Tänze sowie eine eigene Bantu-Sprache, die innerhalb und außerhalb von Palenque gesprochen wird. In der historischen Altstadt von Cartagena de Indias sind sie heute in den Farben der Nationalflagge gekleidet als Obstverkäuferinnen unterwegs. Doch nicht nur in der Region Cartagena haben die Palenqueras die kolumbianische Kultur mitgeprägt. Das Frauensekretariat von Bogotá bezeichnet die Palenqueras als Symbol des Widerstands und der Stärke und verpflichtet sich, ihre Teilhabe zu fördern und sich in Bogotá für ein diskriminierungsfreies Leben für sie einzusetzen. Die Palenqueras sind Matriarchinnen, Anführerinnen und Hüterinnen eines Erbes, das jahrhundertelang der Unterdrückung widerstanden hat. Ihr Wissen wurde von Generation zu Generation weitergegeben und hält die Traditionen von San Basilio de Palenque auch in Bogotá bis heute am Leben.

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