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Los Guaraguao
Honduras Venezuela

Regierung von Honduras verhindert Einreise der venezolanischen Band „Los Guaraguao“

Die honduranische Regierung hat der venezolanischen Band „Los Guaraguao“ am Donnerstag, 16. November 2017, die Einreise in das Land verboten und diese zu „unerwünschten Personen“ erklärt. Die Band wurde von Polizei und Militär verhaftet und befand sich zunächst auf dem Flughafen Ramón Villeda Morales von San Pedro Sula. „Los Guaraguao“ waren auf dem Weg nach Honduras, um an der abschließenden Wahlkampfveranstaltung der „Allianz der Opposition gegen die Diktatur“ (Alianza de Oposición contra la Dictadura) teilzunehmen, erklärte Pater Ismael Moreno, Direktor des honduranischen Senders „Radio Progreso“. […]


Mexiko

Der mexikanische Mais: Multinationaler Privatbesitz?

In Kürze wird ein Bundeskammergericht über die Beibehaltung der Präventivmaßnahme entscheiden, die es dem mexikanischen Landwirtschaftsministerium Sagarpa und dem Umweltministerium Semarnat untersagt, neue Genehmigungen für den kommerziellen Anbau von Genmais auf freiem Feld zu erteilen sowie entsprechende Anträge während des Hauptverfahrens entgegenzunehmen. Das Verfahren ist Ergebnis einer vor vier Jahren zugelassenen breit gefassten sogenannten Kollektivklage, mit der beabsichtigt wird, die biologische Vielfalt des einheimischen mexikanischen Mais zu schützen. […]


Enrique Peña Nieto
Mexiko

Präsident beklagt Bullying – gegen Institutionen

In Mexiko ist den vergangenen Monaten immer mehr über das Bullying von Kindern und Jugendlichen berichtet worden. Nun hat der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto überraschend neue Opfer dieser Praxis ausgemacht. Stimmen aus der Zivilgesellschaft betrieben häufig ein „bullying gegenüber den Institutionen des mexikanischen Staates“, erklärte der Präsident Mitte November auf einem Forum zum Thema Sicherheit. Des weiteren beklagte er, wenn die Arbeit der Streitkräfte und der Polizei kritisiert würde, ergreife niemand das Wort, um sie zu verteidigen. […]


Gerichtsmedizin
Mexiko

Es stinkt zum Himmel und auf Erden

Am 14. November verließen in Chilpancingo, der Hauptstadt des Bundesstaates Guerrero, mehr als 500 Beschäftigte der staatsanwaltschaftlichen Behörde Guerreros ihre Büros. Der Grund: Anhaltender unerträglicher Geruch aus dem angrenzenden Leichenschauhaus. Diese Einrichtung hat nach dem Bericht des La Jornada-Journalisten Sergio Ocampo eine Kapazität für 200 Kadaver. Tatsächlich stapeln sich dort mindestens 600 Leichen, viele seit 2015. Eine Kühlkammer soll seit zwei Wochen nicht mehr funktionieren. Die Beschäftigten drohten damit, solange nicht an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren, bis der Gouverneur und das Gesundheitsministerium einen neuen Standort für die Leichenhalle zusagen. […]


Protest
Mexiko
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

„Alle Rechte für Frauen! Schluss mit den Übergriffen!“

Ein Jahr nach der Einführung des „Protokolls zur Verfolgung geschlechtlich motivierter Übergriffe“ in der Autonomen Universität Mexikos UNAM (Universidad Nacional Autónoma de México) führten von 234 Anzeigen lediglich 150 zu Untersuchungen; in einigen Fällen waren die Täter keine Angehörigen der Universität, in anderen Fällen wurde die Anzeige zurückgezogen. Dies geht aus der Webseite für Gender-Gleichbehandlung der UNAM hervor. Das Protokoll war von der renommierten Hochschule vor einem Jahr im Zuge der Kampagne „He for She“ der UN Frauen eingesetzt worden. […]


Dalaider Ortiz
Kolumbien

Ehemaliger FARC-Kämpfer in Antioquia erschossen

Der ehemalige Kämpfer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC, Dalaider de Jesús Vásquez, genannt Dalaider Ortiz, wurde in der Stadt Ituango im Depatment Antioquia von zwei Personen angegriffen und getötet. Weitere Personen wurden bei der Schießerei verletzt. Die Täter sind bisher nicht identifiziert. […]


Kundgebung
Brasilien

Kommission beschließt Vorschlag zur Verschärfung des Abtreibungsgesetzes

Eine Sonderkommission des Abgeordnetenhauses hat am 9. November einem Vorschlag zur Verfassungsänderung zugestimmt, demzufolge Schwangerschaftsabbrüche selbst nach einer Vergewaltigung unter Strafe gestellt werden sollen (PEC 181). In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Kommission aus 18 Männern und einer Frau bestand. Die 18 männlichen Mitglieder stimmten für die Gesetzesverschärfung, das weibliche Mitglied dagegen. […]


Data Civica
Mexiko

Die 32.000 Verschwundenen haben Namen   vor kurzem aktualisiert!

In Mexiko sind in den vergangenen zehn Jahren immer mehr Menschen verschwunden; „eine nicht dagewesene Steigerung, die es in anderen Ländern Lateinamerikas nicht gibt“, so Santiago Aguirre Espinosa. Der stellvertretende Direktor des Menschenrechtszentrums Miguel Agustín Pro Juárez hat jetzt eine neue Datenbank vorgestellt, die den 32.000 Verschwundenen in Mexiko einen Namen und ein Gesicht gibt. […]


Mexiko

Ayotzinapa: Student von Polizei angeschossen

Ein Student der Lehramtsschule “Raúl Isidro Burgos” im mexikanischen Ayotzinapa ist am 9. November von der Polizei angeschossen worden. Die Polizei des Bundesstaates war gewaltsam gegen eine Straßenblockade vorgegangen, die seit drei Tagen von den Studenten gemeinsam mit Lehrkräften der Gewerkschaft der Bildungsarbeiter*innen CNTE (Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación) durchgeführt worden war. […]


Demonstration
Argentinien

Familie von Santiago Maldonado fordert Gerechtigkeit

Wir werden weiter für Dich Gerechtigkeit fordern. Gerechtigkeit für Santiago.“ So äußerte sich der Bruder des in Argentinien verschwundenen und ermordeten Aktivisten, Sergio Maldonado, auf einer Großdemonstration am 1. November 2017. An der Demonstration, die von Menschenrechtsorganisationen und der Familie von Santiago organisiert wurde, nahmen mehr als 120.000 Menschen teil.  […]


Frau Schild
Nicaragua USA

US-Regierung entzieht Nicaraguaner*innen vorübergehendes Bleiberecht

Erneut hat die US-Regierung unter Donald Dumpf zu einem weiteren Rundumschlag gegen Einwanderung ausgeholt. Die US-Regierung hat angekündigt, das vorübergehende Bleiberecht für tausende Einwander*innen aus Nicaragua zu beenden. Viele von ihnen leben seit Jahrzehnten in den USA. Ihr spezielles Bleiberecht soll am 5. Januar 2019 enden.  […]


blockierte Straße
Kolumbien

Kolumbiens Indigene kritisieren Polizeigewalt

Die kolumbianischen indigenen Dachverbände, die seit Ende Oktober an einer landesweiten Streikaktion teilnehmen, haben beklagt, dass die Polizei während der Proteste exzessiv Tränengas eingesetzt habe. Das teilten der Indigene Kolumbianische Dachverband ONIC (Organización Nacional Indígena de Colombia) und der Regionalverband aus Valle del Cauca Orivac (Organización Regional Indígena del Valle del Cauca) am 7. November in einer Presseerklärung mit. […]


COP23
Brasilien Deutschland Ecuador Kolumbien Peru Südamerika weltweit

Indigene aus dem Amazonasgebiet auf dem COP 23

Vom 6. bis zum 17. November werden Repräsentant*innen zweier wichtiger Indigenen-Organisationen auf der 23. UN-Weltklimakonferenz (COP 23) in Bonn vertreten sein. Vertreter*innen des Dachverbandes der Indigenen Organisationen des Amazonasgebietes COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) und der Interethnischen Vereinigung zur Entwicklung des Peruanischen Regenwaldes AIDESEP (Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana) wollen die Aktivitäten des COP 23 nutzen, um Pressekonferenzen und Gespräche über den Klimawandel, die Gebiete der Indigenen und die Abholzung anzubieten. […]


LGBT
Brasilien

Tödliche Angriffe auf LGBT-Personen: Brasilien hält traurigen Rekord

Luana Barbosa dos Reis, schwarz, arm und lesbisch, wurde 2016 in São Paulo von Polizist*innen totgeprügelt. Im selben Jahr wurde der 17-jährige Itaberlly Lozano von seiner Mutter ermordet, weil er schwul war. Der Straßenhändler Luis Carlos Ruas wurde erschlagen, weil er einer Transfrau, die gerade verprügelt wurde, helfen wollte. Im März dieses Jahres hat die Folterung und Ermordung der Transfrau Dandara dos Santos in Fortaleza im Bundesstaat Ceará Proteste hervorgerufen, nachdem ein Video des Verbrechens in sozialen Netzwerken kursiert war. […]


Pinochet
Spanien Uruguay

Spanien genehmigt Auslieferung von Ex-Militär Eduardo Ferro

Der Ministerrat der spanischen Regierung unter Mariano Rajoy hat die Auslieferung von Eduardo Ferro nach Uruguay genehmigt. Ferro, ehemals Oberst des uruguayischen Militärs, hätte im November in Montevideo vor Gericht erscheinen sollen, um sich zur Entführung von Óscar Tassino zu äußern, er floh jedoch im Oktober vergangenen Jahres außer Landes. Der kommunistische Aktivist Tassino war 1977 verhaftet worden und gilt seither als verschwunden. […]


Demonstration
Peru

Kongress genehmigt medizinische Nutzung von Marihuana

Mit 66 Stimmen, vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde der Gesetzesvorschlag 1393 zur medizinischen und therapeutischen Nutzung von Marihuana vom peruanischen Kongress angenommen. Damit kann Cannabisöl ab jetzt vom medizinischen Fachpersonal in der Palliativmedizin, zur Verbesserung der Lebensqualität der Patient*innen und zur Schmerzlinderung verabreicht und verschrieben werden. […]