poonal


Kolumbien_Bananen_CIAT-CC BY-NC-SA 2.0-flickr
Kolumbien

Chiquita zahlte Millionen an bewaffnete Akteure in Kolumbien

Von Valeska Cordier. (16. Mai 2017, amerika21).- Die Fruchtgesellschaft Chiquita Brands International hat jahrzehntelang mehrere Millionen US-Dollar an Akteure des bewaffneten Konflikts in Kolumbien gezahlt. Seit kurzem einsehbare Dokumente der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zeigen, dass das Unternehmen seit Ende der 1980er Jahre bis Anfang der 2000er Jahre regelmäßig Zahlungen vornahm. Das Geld ging sowohl an linke Guerillagruppen, als auch an rechte Paramilitärs und zivile Milizen sowie an Brigaden der kolumbianischen Armee in den Bananenanbauregionen der Verwaltungsbezirke Antioquia und Magdalena. […]


NAFTA hat die Landwirtschaft in Mexiko sehr stark verändert / Wandbild, Archivo de Proyectos, CC_BY-NC-SA_2.0, flickr
Mexiko USA

Unser NAFTA-Erbe

Von Ana de Ita

(Mexiko-Stadt, 19. Mai 2017, la jornada).- Kurz vor dem Start der sogenannten „Modernisierung des Nordamerikanischen Freihandelsvertrages (NAFTA)“ prüfen die mexikanischen Verhandlungsführer*innen neue Zugeständnisse, damit der Vertrag überlebt. Obwohl Mexiko der Netto-Verlierer des trilateralen Abkommens gewesen ist, wollen die mexikanischen Funktionär*innen nun aus der Not eine Tugend machen und angeblich aus einer Position der Stärke heraus mit verschiedenen Trümpfen in der Hinterhand aufspielen. Dabei ist die Öffnung des Vertrages von den USA unter der Androhung erzwungen worden, ihn aufzulösen, falls er ihre Forderungen nicht befriedigt. […]


José Mireles, eine wichtige Person der Bewegung der autodefenes, der gemeindesbasierten Bürgerwehren, ist vorläufig frei / Bildquelle: anticapitalistas.net
Mexiko

Bürgerwehren zerschlagen – Mireles wieder frei

(Mexiko-Stadt, 21. Mai 2017, poonal).- Nach fast drei Jahren Haft kam am 12. Mai der ehemalige Sprecher der „autodefensas“ (Bürgerwehren) im Bundesstaat Michoacán, José Manuel Mireles Valverde, gegen eine Kaution von 30.000 Pesos (ca. 1.427 Euro) vorläufig frei. Er wird während des laufenden Prozesses gegen ihn jedoch weder das Land noch seinen Bundesstaat Michoacán verlassen können. Der Arzt Mireles war am 27. Juni 2014 zusammen mit Hunderten weiterer Mitglieder autodefensas festgenommen und zuerst im Bundesstaat Sonora und danach im Bundesstaat Nayarit inhaftiert worden. Mireles hatte an der Spitze verschiedener Bürgerwehren gestanden, die sich gegen das organisierte Verbrechen und die Untätigkeit bzw. Komplizenschaft der Behörden in Michoacán zusammenschlossen. […]


Haftanstalten in "Selbstverwaltung"? / Foto: Frank Hemme, CC BY 2.0
Mexiko

Haftanstalten als besondere Form der „Selbstverwaltung“   vor kurzem aktualisiert!

(Mexiko-Stadt, 17. Mai 2017, poonal).- Die halbstaatliche Nationale Menschenrechtsrechtskommission (CNDH) hat die Situation in den mexikanischen Haftanstalten in einer Empfehlung an die Regierung als „inakzeptabel“ bezeichnet. In fast der Hälfte aller Gefängnisse würden diese von den Insassen regiert oder mitregiert. Dieses Phänomen habe in den vergangenen Jahren zugenommen. Das Wachpersonal sei vielfach für systematische Unterlassungen verantwortlich. […]


Mexiko Mittelamerika

Nachrichtenagentur indigener Frauen NOTIMIA gegründet

(Mexiko-Stadt/Lima. 01. Mai 2017, cimac-noticias aliadas).-Am vergangenen 5. April wurde von der Vereinigung indigener Frauen Mittelamerikas in Mexiko offiziell die Agentur für Nachrichten zu Indígenas und Afrodescendents (NOTIMIA) gegründet. Die Agentur wird vom spanischen Kulturzentrum unterstützt und soll Themen von indigenen und Afrodescendent- Medienarbeiterinnen aus Lateinamerika sichtbar machen. Sie wird sich vor allem Genderfragen widmen. […]


Die Mine Veladero liegt in der Provinz San Juan / Foto: Ferjacon, CC BY-SA 4.0
Argentinien

Nach Giftunfall: Umweltminister verfügt Betriebsstopp der Mine Veladero

(Lima, 01. Mai 2017, noticias aliadas).- Der argentinische Umweltminister Sergio Bergman hat am 19. April 2017 eine einstweilige Verfügung unterzeichnet, mit der die Aktivitäten der Bergbaumine Veladero in der nordwestargentinischen Provinz San Juan bis auf Weiteres gestoppt werden. Anlass für diesen Schritt ist der Austritt giftiger Flüssigkeiten am vergangenen 28. März. Man wolle „verhindern, dass als Folge dieses Lecks die Wasserreserven im Westen Argentiniens gefährdet werden“, so der Minister. […]


Peru

Oberster Gerichtshof Perus spricht Kleinbäuerin Acuña frei

Von Judith Rötgers

(08. Mai 2017, amerika21).- Der Oberste Gerichtshof von Peru hat das Urteil zugunsten der Kleinbäuerin Máxima Acuña bestätigt. Acuña hat sich demnach nicht der illegalen Landbesetzung schuldig gemacht. Sie war vom US-amerikanischen Bergbaukonzern Newmont Mining verklagt worden, einem der größten Goldproduzenten weltweit.  […]


Brasilien Honduras Kolumbien Mexiko

2017 bereits mindestens 41 Verteidiger*innen von Menschenrechten ermordet

Am Montag, 1. Mai 2017, wies der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein, auf das Risiko hin, dem die Verteidiger*innen für Menschenrechte an vielen Orten der Welt ausgesetzt sind. Er bezog sich insbesondere auf die Situation in Kolumbien. Dort berichtete man im Laufe des Jahres 2017 bereits von mehreren Dutzend Ermordungen. […]


Toledo wird beschuldigt, von Odebrecht Bestechungsgelder angenommen zu haben.
Peru

Peruanische Justiz erlässt zweiten Haftbefehl gegen Ex-Präsidenten Alejandro Toledo

(Montevideo, 19. April 2017, la diaria).- Peru schöpfe alle rechtlichen Schritte aus, damit Ex-Präsident Alejandro Toledo in sein Land zurückkehre und vor der Justiz zu den Anschuldigungen gegen ihn Stellung nehme. Dies versicherte die Ministerin für Justiz und Menschenrechte, María Soledad Pérez Tello, am 18. April in einem Interview mit dem Fernsehkanal ATV. „Er wird kommen – früher oder später –, aber er kommt auf jeden Fall. Seine Absicht, die Justiz zu ignorieren, ist ein großer Fehler“, sagte sie. Die peruanische Regierung steht in Verhandlungen mit den USA, wo Toledo seinen Wohnsitz hatte. Es ist allerdings nicht bekannt, ob er sich wirklich dort aufhält. […]