
Foto: Isac Nóbrega/PR via wikimedia
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(Brasilia, 14. Oktober 2026, Brasil de Fato).- Am 14. Oktober wurde im Senat über das Ende der 6-Tage-Arbeitswoche angestimmt. Der Vorschlag zur Verfassungsänderung (PEC) wurde in zwei Abstimmungsrunden angenommen, mit 75 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme in jeder Runde. Diese kam von Senator Hamilton Mourão (Republicanos-RS), Vizepräsident während der Regierungszeit von Jair Bolsonaro (Partido Liberal, PL). Neben der Gegenstimme von Parlamentarier Mourão gab es vier Senatoren, die nicht an der Abstimmung teilnahmen: Rogério Marinho (PL-RN), Sergio Moro (PL-PR), Márcio Bittar (PL-AP) und Ciro Nogueiro (Republicanos-PI). Alle sind Verbündete des Senators und Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro (PL). Der Vorschlag legt eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden fest, aufgeteilt auf fünf Arbeits- und zwei Ruhetage, bei vollem Lohnausgleich. Die Änderung sieht eine Übergangsfrist für die Unternehmen vor, mit einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden in zwei Monaten und auf 40 Stunden in einem Jahr, gerechnet ab der Veröffentlichung der Verfassungsänderung.
Kurzfristige Zustimmung Flavio Bolsonaros
Die Abstimmung erfolgte nach einer fünfmonatigen Wartezeit im Senat und mitten während des Wahlkampfs für die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen, die für den 25. Oktober festgesetzt ist. Die Verringerung der Arbeitszeit ist einer der von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (Arbeiterpartei, PT) verfolgten Programmpunkte; sie wurde während des gesamten Beratungsprozesses von der extremen Rechten und von Senator Flávio Bolsonaro (PL-RJ) abgelehnt, der am Vorabend der Abstimmung seine Haltung änderte. Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro erklärte am 13. Oktober, dass er für den Vorschlag zur Verfassungsänderung stimmen würde, nachdem er es während der Debattierphase vermieden hatte, sich festzulegen. Der Wandel trat ein, nachdem Lula öffentlich eine Stellungnahme seines Gegners forderte, sowie unter dem Druck von Bewegungen der Öffentlichkeit und der Gewerkschaften, die auf eine Zustimmung drängten.
Für ein Leben nach Feierabend
Vor der Abstimmung befreiten die beiden Parteien PL und Progressistas ihre Mitglieder von der Fraktionsdisziplin, damit sie nach eigener Überzeugung abstimmen konnten. Die übrigen Parteien forderten ihre Senator*innen dazu auf, den Vorschlag zu unterstützen. Die Annahme des Vorschlags war das Ergebnis einer Mobilisierung von Bewegungen wie Vida Além do Trabalho (Leben jenseits der Arbeit, VAT), Gewerkschaften und Parlamentarier*innen, die vor einigen Jahren begonnen hatte. In der Abgeordnetenkammer war der Vorschlag zur Verfassungsänderung im Mai mit breiter Mehrheit in beiden Abstimmungsrunden angenommen worden, blieb aber im Senat bis zur Abstimmung am 14. Oktober stecken.
Übersetzung: Christa Röpstorff
Ex-Vizepräsident Mourão stimmt als einziger gegen 6-Tage-Woche von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
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