Tägliche Archive: 8. Juli 2008


Mexiko

Ausgrabungen auf ehemaligem Militärgelände im Bundesstaat Guerrero

(Mexiko-Stadt, 08. Juli 2008, cimac).- Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft leite am 8. Juli die Ausgrabungen auf dem ehemaligen Militärgelände in der Gemeinde Atoyac de Álvarez im südlichen Bundesstaat Guerrero ein. Dort werden die sterblichen Reste von Bauern und Guerrilleros vermutet, die in den 70er Jahren während des so genannten schmutzigen Krieges vom mexikanischen Militär hingerichtet wurden. Aufgrund der Empfehlung des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) war das Gelände im Februar diesen Jahres mit einem Bodenradargerät gescannt worden. Der CIDH untersucht das Verschwindenlassen des Aktivisten Rosendo Padilla Pacheco. Pacheco hatte sich stark für die Angelegenheiten seiner Gemeinde eingesetzt und ist eines der 470 verschwundenen Opfer in der Region. […]


Guatemala

Untersuchung von ca. 1.500 Menschenrechtsverletzungen beantragt

(Buenos Aires, 08. Juli 2008, púlsar).- Im Rahmen des Nationalen Entschädigungsprogramms PNR (Programa Nacional de Resarcimiento) wurden der guatemaltekischen Staatsanwaltschaft 1.460 Anträge zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen während des mehr als 30 Jahre andauernden Bürgerkriegs (1960 bis 1996) übergeben. Die Fälle basieren auf den Erzählungen der ungefähr 38.000 Opfer von Verschwindenlassen, Vertreibungen, außergerichtlichen Hinrichtungen, Massakern und nicht zuletzt auf den Berichten der Überlebenden von Folter und Gewalt. Diese Aussagen sind erst der Anfang. Weitere Opfer und Zeugen werden berichten, so auch die Nobelpreisträgerin Rigoberta Menchú. […]


Mexiko

Ausrufung des nationalen AIDS-Notstands gefordert

von Alicia Yolanda Reyes, Mexiko-Stadt(Berlin, 08. Juli 2008, poonal-semlac).- „Investitionen im Bereich HIV/AIDS finden in Mexiko fast nicht statt”, so die Einschätzung der Ärztin Patricia Campos, Vorsitzende der Hilfsorganisation AIDS Healthcare Foundation in Mexiko. Die Anzahl von Personen, die antiretrovirale Medikamente (ARVs) benötigen, werde daher in den kommenden Jahren steigen. Zur Zeit müsse in Mexiko das Doppelte bis Vierfache für AIDS-Medikamente bezahlt werden als in den anderen Staaten Lateinamerikas und der Karibik. Würden die Preise nicht gesenkt, könne das Land nicht mehr den universellen Zugang für alle Personen gewährleisten, die ARVs zur Aufrechterhaltung ihres Immunstatus benötigten. […]