
(Mexiko-Stadt, 8. September 2025, desinformémonos).- Die seit 2020 inhaftierte Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Kenia Hernández trat am Abend des 7. Septembers in einen Hungerstreik, nachdem sie vom Tod ihrer Mutter Inés Montalván erfahren hatte. Die Menschenrechtsorganisation „Centro de Derechos Humanos Zeferino Ladrillero“ fordert die Behörden auf, Kenia Hernández die Teilnahme an der Beerdigung zu gestatten. Kenia Hernández ist vom indigenen Volk der Amuzgo.
Kenia Hernández begann den Hungerstreik am Sonntagabend im Gefängnis von Neza Sur im Bundesstaat Mexiko, wo sie inhaftiert ist. Zwei weitere inhaftierte Frauen haben sich dem Streik am Montagmittag angeschlossen.
Menschenrechtsgruppen wollen öffentlichen Druck ausüben
Der Anwalt Antonio Lara Duque von der Menschenrechtsgruppe Zeferino Ladrillero veröffentliche ein Video in den sozialen Netzwerken, in dem er die Bundes- und Landesbehörden aufforderte, die notwendigen Anweisungen zu erteilen, damit sich Kenia von ihrer Mutter verabschieden kann. Sein Aufruf wurde vom Netzwerk für Menschenrechtsverteidigerinnen in Mexiko (Red de Defensoras de Derechos Humanos en México) unterstützt. Das Netzwerk bezeichnete die Inhaftierung von Kenia als ungerecht und forderte, ihr Recht auf Teilnahme an der Beisetzung zu respektieren.
Die Organisationen betonten, dass Kenia beim zuständigen Richter offiziell einen Antrag auf Teilnahme an der Beerdigung ihrer Mutter gestellt hat. Vor dem Hintergrund der Kriminalisierung ihrer Arbeit als Menschenrechtsverteidigerin gehen die friedlichen Protestaktionen innerhalb des Gefängnisses und der öffentliche Druck weiter, um Kenias Recht auf Abschied nehmen zu gewährleisten.
Inhaftierte Menschenrechtsaktivistin im Hungerstreik von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Schreibe einen Kommentar