21.000 ermordete Schüler*innen in sieben Jahren

Ermordete Jugendliche in Honduras. Foto: Criterio/Desinformémonos

(Tegucigalpa, 24. August 2017, desinformémonos).- In Honduras sind in den letzten sieben Jahren 21.000 Schüler und Schülerinnen sowie Studierende ermordet worden. Das geht aus Statistiken der Beobachtungsstelle für Gewalt der Autonomen Universität von Honduras UNAH hervor. Die meisten der in den Jahren 2010 bis 2016 Ermordeten waren Schüler*innen der Oberstufe.

Die Beobachtungsstelle für Gewalt hat im ersten Drittel dieses Jahres durchschnittlich sechs Tote pro Tag gezählt. Über 20 Ermordete waren unter 18 Jahre alt; 40 Prozent waren unter 30 und zählten so zur leistungsfähigsten Generation.

Täter wollen Panik verbreiten

Untersuchungen haben ergeben, dass die Morde an minderjährigen Schüler*innen nach dem selben Muster erfolgen; Die Menschen starben durch Stich- oder Schusswaffen sowie durch Erwürgen. Ein großer Teil der Opfer wurde in Plastiksäcken oder Betttüchern eingewickelt und verschnürt aufgefunden. Laut Polizei und Ermittler*innen sei das Ziel der Täter, Panik zu verbreiten und eine klare Botschaft ihrer kriminellen Handlungen zu schicken.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Morde an Schüler*innen angestiegen. Obwohl es noch keine weitergehenden Ermittlungen gegeben hat, machen Polizei und Ermittler*innen dafür die Mara-Banden und Pandillas verantwortlich.

Dieser Text erschien mit Genehmigung von Criterio.

CC BY-SA 4.0 21.000 ermordete Schüler*innen in sieben Jahren von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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