Ayotzinapa: Vier Verdächtige vorläufig freigelassen

Ayotzinapa
Angehörige haben die richterliche Entscheidung kritisiert und neue Proteste angekündigt. Foto: Telesur

(Caracas, 12. Juni 2018, telesur).- Ein Bundesrichter im mexikanischen Matamoros, Bundesstaat Tamaulipas, hat am 12. Juni drei Verdächtige im Fall der 43 verschwundenen Lehrmtsstudenten aus Ayotzinapa vorläufig aus der Untersuchungshaft entlassen. Die mutmaßlichen Bandenmitglieder sind unter anderem wegen Entführung und organisierter Kriminalität angeklagt. Ein vierter Verdächtiger unter dem Aliasnamen „El Tongo“ wurde freigesprochen, da gegen ihn keine weiteren Vorwürfe vorliegen.

Der Richter begündete seine Entscheidung damit, dass die von der Staatsanwaltschaft gesammelten Beweise momentan nicht ausreichend seien, um die Verdächtigen in der Untersuchungshaft zu belassen. Ein weiterer Grund für die vorläufige Freilassung war zudem, dass die Angeklagten während des Prozesses erklärt hatten, gefoltert worden zu sein. Damit könnten ihre Aussagen nicht als Beweismittel verwendet werden. Die Staatsanwaltschaft muss nun neue Beweise gegen die Beschuldigten vorlegen.

130 Verdächtige in Haft

Momentan sind noch 130 Verdächtige in Haft, denen vorgeworfen wird, mit dem Verbrechen in Zusammenhang zu stehen. Die 43 Lehramtsstudenten wurden in der Nacht auf den 27. September 2014 in der Kleinstadt Iguala entführt und sind seitdem spurlos verschwunden. Die Angehörigen der Studenten haben die Freilassung kritisiert und neue Protestaktionen angekündigt. Sie fordern von der mexikanischen Regierung weiterhin Aufklärung und Gerechtigkeit.

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