Keine Einwanderungsvisa für mehrere lateinamerikanische Staaten

US-Einwanderungsvisa
Visum eines Vietnamesen in die USA 2007. Foto: William Whyte/Flickr (CC BY-SA 2.0)

(Montevideo, 14. Januar 2026, la diaria/poonal).- Die US-Regierung hat am 14. Januar angekündigt, die Vergabe von Einwanderungsvisa an Bürger*innen aus 75 Ländern ab dem 21. Januar auszusetzen. Die Regelung ist unbefristet und soll so lange beibehalten werden, „bis die Vereinigten Staaten garantieren können, dass die neuen Immigranten der Wohlstand der US-Bevölkerung nicht abziehen“, so die von Donald Trump geführte US-Regierung.

„Wir werden sicherstellen, dass die Großzügigkeit der US-Bevölkerung nicht missbraucht wird“, verkündete das US-Außenministerium auf X, das zudem vor Kurzem 100.000 Visa annulliert hat, die an Personen vergeben worden waren, „die wegen krimineller Aktivitäten mit der US-Polizei zu tun hatten“.

Mit dem Gesetz für Einwanderung und Nationalität können die Vereinigten Staaten die Visavergabe an Personen verweigern, die eine „Belastung“ für das Land darstellen könnten. Mit diesem Argument hatte die Trump-Regierung bereits im November 2025 ihre ihre Botschaften und Konsulate angewiesen, auf bestimmte gesundheitliche Bedingungen zu achten wie Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes. Diese können mögliche Gründe sein, ein Visum abzulehnen.

Einwander*innen als Belastung angesehen

„Das Außenministerium wird seine Datenbefugnis nutzen, um mögliche Immigranten als nicht geeignet anzusehen, die sich zu einer Belastung für die Vereinigten Staaten entwickeln und die Großzügigkeit der US-Bevölkerung ausnutzen könnten“, tönte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Piggott, in einer Erklärung für den rechten US-Sender Fox News, der als erster über die Maßnahme berichtete.

Zu den 75 betroffenen Staaten gehören aus Südamerika neben Uruguay nur Brasilien und Kolumbien, dazu kommen weitere 14 aus Zentralamerika und der Karibik: Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Kuba, Dominica, Granada, Guatemala, Haiti, Jamaica, Nicaragua, St. Kitts und Nevis, St. Lucia und St. Vincent und die Grenadinen. Der Präsident Uruguays, Yamandú Orsi, traf sich am 15. Januar mit dem US-Botschafter Lou Rinaldi und drückte seine „Besorgnis“ über die Entscheidung aus.

Einwanderungsvisa werden von ausländischen Bürger*innen beantragt, die dauerhaft in den USA leben und arbeiten wollen. Um sie zu erhalten, müssen sie generell von einem US Bürger/einer US-Bürgerin, einem legal dort lebenden Anwohner oder einer zukünftigen Arbeitgeberin unterstützt werden.

CC BY-SA 4.0 Keine Einwanderungsvisa für mehrere lateinamerikanische Staaten von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nachrichtenpool Lateinamerika
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.