Polizei verantwortlich für Mord an Jugendlichem

Manuel Gutiérrez. Foto: metiendoruido.com(Rio de Janeiro, 30. August 2011, púlsar).- Die chilenische Polizei hat zugegeben, für den Mord an Manuel Gutiérrez verantwortlich zu sein. Der Jugendliche war am Donnerstag, den 25. August bei Protesten in Santiago de Chile erschossen worden. Zuvor hatte die Militärpolizei, die Carabineros, stets abgestritten, etwas mit den Schüssen zu tun zu haben. Inzwischen sind fünf Polizisten vom Dienst suspendiert worden. Die Familie von Gutiérrez hat unterdessen Strafantrag gestellt.

 

 

Nach einer ballistischen Untersuchung wurde der Unteroffizier der Militärpolizei, Miguel Millacura am 29. August festgenommen. Die Untersuchung hatte ergeben, dass die tödliche Kugel aus seiner Machinenpistole stammte. Zuvor hatte der Polizist zugegeben, zwei Schüsse in dem Gebiet der Hauptstadt abgegeben zu haben, in welcher der Junge erschossen wurde. Allerdings behauptete Millacura, lediglich in die Luft geschossen zu haben.

Vize-Polizeichef soll gehen

Außer Millacura wurden weitere vier Carabineros vom Dienst suspendiert. Sie werden beschuldigt, den Unteroffizier gedeckt zu haben. Daher versucht die chilenische Regierung, den Vizechef der Carabineros von Santiago, Sergio Gajardo zum Rücktritt zu bewegen. Gajardo hatte sich geweigert, interne Ermittlungen nach dem Tod des 16-jährigen einzuleiten.

Manuel Gutiérrez war am 25. August durch den Schuss eines Polizisten getötet worden. Er hatte an den Protestaktionen im Rahmen des Generalstreiks teilgenommen. Der Anwalt der Familie, Washington Olivares, stellte am 30. August Strafantrag vor dem chilenischen Justizzentrum gegen die Verantwortlichen.

Update der Redaktion: Der chilenische Polizeichef ist am 2. September zurückgetreten.

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