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ILO-Bericht: Lateinamerikaner*innen sind schlecht oder gar nicht sozialversichert


Der Gang zum Arzt findet in Lateinamerika häufig gar nicht statt: zu teuer, die Menschen sind nicht versicher / Foto: Universidad Técnica Particular de Loja, cc-by-nc-sa-2.0

Der Gang zum Arzt findet in Lateinamerika häufig gar nicht statt: zu teuer und die Menschen sind nicht versicher / Foto: Universidad Técnica Particular de Loja, cc-by-nc-sa-2.0

(Lima, 12. Dezember 2017, noticias aliadas).- In Lateinamerika und der Karibik verfügt 38,6 Prozent der Bevölkerung über keinerlei Sozialversicherung. Dieser Prozentsatz entspricht 241 Millionen Menschen. Zudem zahlen 61,4 Prozent für Versicherungen, deren tatsächlicher Schutz nur sehr gering ist. Dies geht aus dem am 4. Dezember veröffentlichten Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zur Sozialversicherungssituation der Menschen weltweit hervor.

Landarbeiter*innen, Selbständige, Kleinunternehmer*innen und Hausangestellte werden demnach entweder von Versicherungen ausgeschlossen oder erhalten tatsächlich nur sehr geringe Leistungen aufgrund struktureller Einschränkungen der jeweiligen Wirtschaft der Länder oder des großen Anteils an informeller Beschäftigung.

Die durchschnittlichen Kosten für die Sozialversicherung, ausgenommen die Krankenversicherung, liegen bei etwa 16 Prozent des regionalen internen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Versicherung beinhaltet den Zugang zur ärztlichen Versorgung, eine Einkommensgarantie im Alter, bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität, Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, Mutterschaft oder dem Verlust des Hauptverdieners/der Hauptverdienerin einer Familie mit ein.

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