Narcopolitik

Narcopolitik bezeichnet die strukturelle Verflechtung von politischer Macht, staatlichen Institutionen und der illegalen Drogenökonomie. Gemeint sind nicht nur Korruption oder Bestechung, sondern systematische Bündnisse zwischen Politikerinnen, Sicherheitsapparaten, Justiz und Drogenkartellen. In Lateinamerika zeigt sich Narcopolitik etwa in Honduras, wo Ex-Präsident Juan Orlando Hernández (JOH) wegen Drogenhandels verurteilt wurde, in Guatemala im „Pakt der Korrupten“ oder in Mexiko. Kritikerinnen verweisen zudem auf internationale Doppelstandards: Während autoritäre Regierungen wie die von Nicolás Maduro als „Drogenregime“ gebrandmarkt werden, erhielten politisch verbündete Akteure der USA Rückendeckung. JOH wurde von US-Präsident sogar begnadigt. Narcopolitik untergräbt Demokratie, fördert Gewalt und Straflosigkeit und trifft besonders marginalisierte Bevölkerungsgruppen.

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