Würdige Arbeit / Trabajo digno


Schicht im Schacht? Von wegen! Statt geregelter Arbeitszeiten und Feierabend-Bierchen geht der Trend zum schlecht bezahlten Zweit- und Drittjob. Primaballerinas und Politologen fahren in Lateinamerikas Metropolen Taxi. Auf dem Land vergiftet die Agrarindustrie die prekär Beschäftigten. Und fast überall sind sozialstaatliche Errungenschaften in Gefahr. Doch inmitten davon regt sich Empörung und es gibt alternative Modelle.

Marilyn Velásquez
Frauen in Chachapoyas arbeiten für gerechten Handel
Frauen in Chachapoyas arbeiten für gerechten Handel
Chachapoyas ist ein ruhiges Städtchen im Norden Perus mit rund 30.000 Einwohner*innen. Am Hauptplatz des Ortes betreibt Marilyn Velásquez ein Café mit fair gehandelten Produkten lokaler Produzent*innen. Ihre Kund*innen sind vor allem Tourist*innen, die immer häufiger in die Gegend kommen, gibt es doch hier reichlich kulturelles Erbe und idyllische Natur
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Der Gang zum Arzt findet in Lateinamerika häufig gar nicht statt: zu teuer, die Menschen sind nicht versicher / Foto: Universidad Técnica Particular de Loja, cc-by-nc-sa-2.0
ILO-Bericht: Lateinamerikaner*innen sind schlecht oder gar nicht sozialversichert
ILO-Bericht: Lateinamerikaner*innen sind schlecht oder gar nicht sozialversichert
(Lima, 12. Dezember 2017, noticias aliadas).- In Lateinamerika und der Karibik verfügt 38,6 Prozent der Bevölkerung über keinerlei Sozialversicherung. Dieser Prozentsatz entspricht 241 Millionen Menschen. Zudem zahlen 61,4 Prozent für Versicherungen, deren tatsächlicher Schutz nur sehr gering ist. Dies geht aus dem am 4. Dezember veröffentlichten Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation
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Hinhörer: Würdige Arbeit
Hinhörer: Würdige Arbeit
Onda „Hinhörer“: Menschenrechte auf den Punkt gebracht. Argumente, Infos und Straßenumfragen aus Deutschland und Lateinamerika. Heute: Würdige Arbeit.  
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Würdige Arbeit selbstorganisiert. Frauen aus Chachapoyas
Würdige Arbeit selbstorganisiert. Frauen aus Chachapoyas
  Chachapoyas, so heißt die Hauptstadt der Provinz Amazonas, im Norden Perus. Rund dreißigtausend Menschen leben hier – unter ihnen Marilyn Velásquez. Am Hauptplatz der Stadt betreibt die Mittdreißigerin das „Café Fusiones“, ein Lokal mit fair gehandelten Produkten lokaler Produzent*innen. Ihre Kunden: vor allem Touristen, die immer häufiger nach Chachapoyas
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Sechster Marsch für Barrierefreiheit und Inklusion von Menschen mit Behinderungen
Sechster Marsch für Barrierefreiheit und Inklusion von Menschen mit Behinderungen
(Montevideo, 01. Dezember 2017, la diaria).- “Barrieren einreißen - Rechte umsetzen”. Das war die Parole des sechsten Marsches für Barrierefreiheit und Inklusion, der am Nachmittag des 1. Dezember 2017 an der Universität der Republik begann und den Weg über die Avenida 18 de Julio nahm, bis hin zu den Esplanaden
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Gewerkschafter: Arbeitsmarktreformen haben negative Auswirkungen auf das Bildungsniveau
Gewerkschafter: Arbeitsmarktreformen haben negative Auswirkungen auf das Bildungsniveau
Von Andreas Martínez. (Montevideo, 22. November 2017, la diaria).- Nach Ansicht von Rafael Freire, Sekretär für Wirtschaftspolitik und Fragen nachhaltiger Entwicklung des Arbeitergewerkschaftbunds der Amerikas CSA (Confederación Sindical de Trabajadores de las Américas) ist die Regierung Michel Temer Teil einer neoliberalen konservativen Welle, die derzeit nicht nur das Arbeitsrecht, sondern
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Bergwiese
Yeni Navan – selbst verwaltete Kaffee-Produktion in Südmexiko
Yeni Navan – selbst verwaltete Kaffee-Produktion in Südmexiko
Im südmexikanischen Oaxaca haben sich mehr als 900 kleine Kaffee-Produzenten zur Genossenschaft Yeni Navan zusammen geschlossen, um den Vertrieb ihres Bio-Kaffees in die eigene Hand zu nehmen. Wir haben nicht nur die Zentrale der Genossenschaft bei Oaxaca-Stadt besucht, sondern auch mit Produzent*innen in der abgelegenen Bergwelt der Cañada gesprochen. Wie
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Die Diamenten der Zuckerbarone / Foto: el digitalgt, CC BY 2.0
NAFTA: Die Zuckerbarone, Teil 1*
NAFTA: Die Zuckerbarone, Teil 1*
Von Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 20. Juli 2017, la jornada-poonal).- Am vergangenen 5. Juli akzeptierte die US-Zuckerindustrie widerwillig die Vereinbarung, zu der die Regierungen ihres Landes und Mexikos einen Monat zuvor gekommen waren, um den Konflikt über den Zuckerhandel zu lösen. Obwohl Mexiko ohne Murren alle Forderungen der USA akzeptierte,
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Demonstration 1. Mai
NAFTA: Ungleichheit und Neuverhandlung
NAFTA: Ungleichheit und Neuverhandlung
Von Orlando Delgado Selley. (Mexiko-Stadt, 29. Juni 2017, la jornada).- Die Ungleichheit steht im Zentrum der Sorge um eine nachhaltige Entwicklung. Die lateinamerikanische Wirtschaftskommission Cepal (Comisión Económica para América Latina y el Caribe) hat, wie schon oft zuvor, unterstrichen, dass jedes Entwicklungsprogramm verringerte Ungleichheit zum Ziel haben muss. Ungleichheit, die
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Wirtschaftswisschenschaftlerin Sanhueza fordert eine Reform der Sozialversicherung
Interview: Wirtschaftswissenschaftlerin Sanhueza fordert Reform der Sozialversicherung
Interview: Wirtschaftswissenschaftlerin Sanhueza fordert Reform der Sozialversicherung
Von Andrea Martínez. (Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Sanhueza hat in Cambridge promoviert und forscht an der Universität Diego Portales in Santiago de Chile. Sie unterstützt die Gruppen, die eine Reform der Sozialversicherung in Chile fordern, da sie der Ansicht ist, dass das aktuelle System nur
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