
Foto: Verteidigungsministerium Peru via flickr
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(Lima, 15. Oktober 2026, pressenza).- Die prognostizierten Auswirkungen von El Niño werden im zentralen Pazifik als außergewöhnlich stark eingeschätzt: überdurchschnittliche Regenfälle und Niederschläge, extreme Temperaturen (bis zu 36 °C), territoriale Paradoxien (Überschwemmungen und Schlammlawinen UND Wassermangel und Dürreperioden) sowie ein hohes Risiko für die Infrastruktur (Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft, Verkehr, Energie und öffentliche Gesundheit). Die heftigsten Auswirkungen werden vermutlich mit einer Zeit des politischen Übergang zusammenfallen: In der Region Loreto im nordöstlichen Regenwald wird Ende November gewählt; die neue Regionalregierung wird im Januar 2027 ihr Amt antreten. Zivilgesellschaftliche Stimmen wollen daher die die jetzige Regierung drängen, sich mit Vorbeugefragen zu befassen, die von der neuen Regierung umgesetzt werden können. Das Netzwerk für Entwicklungsstudien (Redes) forderte auf seinem LinkedIn-Account die neue Verwaltung einen Notfallplan aufzustellen.
El Niño mitten im Regierungswechsel
Im Fall von Loreto weist Redes darauf hin, dass „die Regenfälle mit dem Regierungswechsel zusammenfallen werden, da am 1. Januar 2027 die neuen regionalen Behörden ihr Amt antreten und die kritische Hochwasserperiode voraussichtlich zwischen Januar und März des kommenden Jahres liegen wird. Die derzeitige Regierung muss die Pläne vorantreiben, damit die neue Regierung mitten im Notfall nicht bei Null anfangen muss“, betonte die Institution. Dem Vorschlag lag eine Risikobewertung für die Region Loreto bei: 116.000 Menschen in hoher Gefahr, 29.000 von Überschwemmungen bedrohte Wohnungen, 123 gefährdete Gesundheitseinrichtungen und 1.502 gefährdete Bildungseinrichtungen. Wie soll auf den Notfall reagiert werden? Redes schlägt vor, „die Notfallpläne zu verabschieden, Maßnahmen und Ressourcen für den Notfall festzulegen und die regionalen, lokalen und nationalen Behörden zu koordinieren. „Die jetzige Regionalregierung ist dafür verantwortlich, diesen Notfallplan vorzulegen“, betonte Redes-Wirtschaftssprecherin Cynthia Sánchez. Redes Forderung von eröffnet die Debatte über die Präventionsmaßnahmen in Vorbereitung auf das El-Niño-Phänomen, das in den vergangenen Jahren landesweit Verluste verursacht hat. Derzeit sind bereits erste Auswirkungen zu spüren, weshalb die peruanische Regierung mehr als 4 Milliarden Soles bereitgestellt hat, um den Folgen zu begegnen; darüber hinaus werden landesweit an kritischen Stellen Reinigungsarbeiten an Flussläufen und Flüssen durchgeführt und Präventivmaßnahmen gemeinsam mit dem Nationalen Ernährungsprogramm der UNO koordiniert.
Notfallplan zur Bewältigung von El Niño von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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