Schwere Waldbrände in Argentinien, Chile und Uruguay

Erst im Sept. 2020 waren über 300.000 ha der Sierra de Córdoba verbrannt.
Foto: Prensa Obrera
CC BY 4.0

(Córdoba, 4. Januar 2022, telesur).- Zu Beginn des Jahres stellen Wald- und Wiesenbrände für die südamerikanischen Länder eine akute Umweltgefahr dar. In allen drei Ländern wurde der Notstand ausgerufen. In Argentinien hatten zu Beginn des Jahres elf der 24 Provinzen des Landes mit Bränden zu kämpfen. Das Umweltministerium und der Bundesumweltrat (Cofema) hatten bereits vergangene Woche einen 12-monatigen Feuernotstand ausgerufen. An der Küste Uruguays breiteten sich die Feuer auf über 20.000 Hektar aus; weitere 31.000 Hektar Fläche wurden in Chile durch Brände verwüstet. Die südamerikanische Region befindet sich derzeit in der Sommersaison. Der Anstieg der Temperaturen begünstigt die Ausbreitung der Brände. Nach Angaben des Umweltministeriums konnten die Feuer an mehreren Orten gelöscht werden, so dass nur noch fünf Provinzen betroffen sind: die Provinz Salta im Norden, San Luis und Neuquén in der Mitte sowie Río Negro und Chubut im Süden des Landes. In den ersten Tagen des neuen Jahres breitete sich das Feuer auf über 300.000 Hektar aus. Am stärksten betroffen war die Provinz Córdoba mit mehr als 57.000 Hektar; mit Sorge wird nun die Entwicklung in den südlichen Landesteilen betrachtet.

Fast alle Brände werden von Menschen verursacht

In Uruguay wurden die Küstenorte im Süden des Landes von Waldbränden heimgesucht. Heftige Brände gab es auch an der Westküste. In den Departements Río Negro und Paysandú breiteten sich die Feuer auf 22.000 Hektar aus. Wie das Meteorologische Institut in Uruguay meldete, zeigt der Waldbrand-Gefahrenindex ein sehr hohes Waldbrand-Risiko; für das gesamte Land besteht Alarmstufe Rot. Der Waldbrand-Gefahrenindex basiert auf meteorologischen Beobachtungen. Er wurde 1970 in Kanada entwickelt, um „die Gefahr von Waldbränden einzuschätzen“. Auch Chile hat mit Waldbränden zu kämpfen. Besonders betroffen ist der Süden des Landes. Wie die chilenische Forstbehörde berichtet, breiteten sich die Brände in den ersten Tagen des neuen Jahres bereits auf mehr als 31.000 Hektar aus. Besonders betroffen sind die Regionen La Araucanía, Los Lagos und Ñuble. Im Jahr 2021 wurden etwa 6.000 Hektar von Feuern in Mitleidenschaft gezogen. Damit ist schon jetzt bereits fast fünfmal so viel Fläche verbrannt wie im vergangenen Jahr. Für die Forstbehörde steht außerdem fest, dass 99,7 Prozent der Waldbrände durch menschliches Handeln verursacht werden. Daher wurde nun eine Kampagne gestartet, die Touristen und Einheimischen vermittelt, welche Dinge strikt zu unterlassen sind, damit es nicht zu weiteren Bränden kommt.

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