Mexiko

Indigene Marathongewinnerin mit Rock und Sandalen


indigene Marathonläuferin

Die 22-jährige Indigene María Lorena Ramírez gewinnt einen Marathonlauf in Sandalen und Rock. Foto: Servindi

(Lima, 22. Mai 2017, servindi/hispantv).- Es ist eines der Bilder, von denen ganz Mexiko spricht: Eine junge Indigene hat den Bergmarathon in der Gemeinde Cerro Rojo, im Bundesstaat Puebla gewonnen. Und das ganz ohne professionelle Ausrüstung: ohne Sportschuhe, ohne speziellen Läufergürtel für Verpflegung und Getränke, sondern nur bekleidet mit einem Rock und einfachen Sandalen mit Gummisohlen. Ihr Bild auf dem Gewinnerpodest geht jetzt um die ganze Welt.

Sie heißt María Lorena Ramírez und ist eine Indigene aus dem Volk der Tarahumara, die im Norden Mexikos in der Sierra von Chihuahua leben. Obwohl sie keine Sportausrüstung hatte, hat sie den Bergmarathon Ultra Trail Cerro Rojo gewonnen. Lorena ist 22 Jahre und gewann den 50 Kilometer langen Ultra Trail-Lauf in sieben Stunden und drei Minuten. Im letzten Jahr wurde sie beim 100 Kilometer-Lauf Zweite.

Die junge Frau nahm an dem Lauf mit einfachen Sandalen mit Gummisohle teil, hatte einen langen Rock an, aber keinen speziellen Laufgürtel für Verpflegung und Getränke dabei, der für diesen Extremsport empfohlen wird. Und nicht nur das: Zusätzlich war sie auch noch zwei Tage von ihrem Dorf bis zum Ausgangspunkt des Laufs in Mexiko-Stadt unterwegs.

Die Läuferin lief die Strecke in sieben Stunden und drei Minuten und gewann das Preisgeld in Höhe von 6.000 mexikanischen Pesos (knapp 300 Euro). Zweifellos ein Beispiel von herausragender sportlicher Leistungsbereitschaft, die jede Schwierigkeit überwindet.

Sie hatte kein Powergetränk dabei, keinen Energieriegel, keinen Stock, keine Brille und auch keine dieser teuren Laufschuhe, die alle, die in den Bergen laufen, haben. Nur eine kleine Wasserflasche, eine Kappe und ein Halstuch,“ erklärte der Organisator des Laufes der Online-Zeitschrift Verne.

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