Tägliche Archive: 5. Juni 2008


JAMAICA: Amnesty international kritisiert schwere Menschenrechtsverletzungen

(Fortaleza, 29. Mai 2008, adital).- Im aktuellen Jahresbericht für das Jahr 2007 bemängelt amnesty international (ai) im Kapitel zu Jamaika die zunehmende Gewalt im Land. Die Gründe für die hohe Anzahl an Morden liegen ai zufolge hauptsächlich im leichten Zugang zu Feuerwaffen für fast die gesamte Bevölkerung sowie in der Gewaltanwendung durch die Polizei. […]


BOLIVIEN: Erdgaspipelines wieder staatlich

(Fortaleza, 03. Juni 2008, adital).- Der bolivianische Präsident Evo Morales hat am 2. Juni die Verstaatlichung des Erdgastransportunternehmens Transredes bekanntgegeben. Von nun an wird das staatliche Erdöl- und Erdgasunternehmen YPFB (Yacimientos Petrolíferos Fiscales Bolivianos) 98 Prozent des Unternehmens kontrollieren. Die Aktien von Transredes befanden sich bisher zu 50 Prozent in den Händen von TR-Holdings, der bolivianischen Tochtergesellschaft des niederländisch-britischen Shell-Konzerns und des US-Unternehmens Ashmore. […]


BOLIVIEN: Erneute rassistische Übergriffe: Der Präsident muss handeln

(Quito, 26. Mai 2008, alai).- Samstag, den 24. Mai 2008, am frühen Morgen in Sucre: rund um das Stadion „Patria“, wo der bolivianische Präsident Evo Morales Ayma zu einem Festakt erwartet wird, haben Schlägertrupps ausreichend Leute versammeln können, um die Militärpolizisten anzugreifen, die den Platz bewachen. Die ganze Nacht über hatten die Schlägerbanden den Menschen, die dem Festakt mit dem Präsidenten beiwohnen wollten, den Zutritt verweigert. Nur mit Mühe und Not konnten die Polizisten erreichen, dass man wenigstens Frauen und Kinder gehen ließ. Die anderen Anhänger von Evo Morales werden von den oppositionellen Schlägerbanden geschlagen, getreten und zum zentralen Platz von Sucre gebracht, wo man sie öffentlich demütigt. […]


KOLUMBIEN: FARC bestätigt Tod ihres Anführers Manuel Marulanda – Nachfolger steht fest

(Fortaleza, 26. Mai 2008, adital).- In einer an den lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur gesandten Videobotschaft hat Timoleón Jiménez, Sprecher der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia), den Tod des Anführers und FARC-Gründers Manuel Marulanda bestätigt. Nach der in der Botschaft verlesenen öffentlichen Erklärung starb Marulanda, auch bekannt unter dem Spitznamen „Tirofijo“ (sicherer Schuss), an einem Herzinfarkt am 26. Mai in den Armen seiner Lebensgefährtin. […]


KOLUMBIEN: Kolumbianische Polizei darf Universitätsgelände betreten

(Berlin, 30. Mai 2008, poonal-púlsar).- Nach polizeilichen Übergriffen auf Proteste von Student*innen der Nationalen Pädagogischen Universität Bogotá, die in der Festnahme von 21 Student*innen und einer weiteren Person gipfelten, warnte Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe, dass die Polizei zukünftige „gewalttätige“ Mobilisierungen unterbinden werde. […]


MEXIKO: Bilanz der letzten sechs Jahre: Tote, Verschwundene und Zensur – Eine Anklage

(Mexiko-Stadt, 29. Mai 2008, cimac-poonal).- Während der Regierungszeit der PAN (Partido Acción Nacional) von Vicente Fox und Felipe Calderón haben die Morde an Journalist*innen, die Anzahl der Verschwundenen und die Zensur in den Medien zugenommen. Nach Angaben verschiedener Berichterstatter sind allein in den ersten Monaten der Amtszeit von Calderón zehn Journalisten getötet worden und vier weitere verschwunden. […]


LATEINAMERIKA – USA: Unzureichende Gesundheitsversorgung für Immigrant*innen in US-Abschiebehaft

(Fortaleza, 03. Juni 2008, adital).- Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat in einem an den US-Kongreß gerichteten Schreiben die Gesundheitsversorgung von sich in Abschiebehaft befindenden Immigrant*innen kritisiert. Die US-Regierung sei verantwortlich für „jeden Todesfall und jegliches Leiden“, das den Inhaftierten widerfahre, so HRW in dem Schreiben vom 3. Juni 2008. […]


MEXIKO: Junta der Guten Regierung verurteilt Einfall der mexikanischen Armee

(Fortaleza, 26. Mai 2008, adital).- Die zapatistische Junta der Guten Regierung (Junta de Buen Gobierno) hat in Erklärungen die Provokationen der Regierung Mexikos sowie der Regierung von Chiapas zurückgewiesen. Die Junta verurteilt, dass am 4. Mai mehr als 200 Kräfte von Armee, Generalstaatsanwaltschaft und der Polizei des Bundesstaates Chiapas sowie der Gemeindepolizei von Chiapas in das zapatistische Gebiet La Garrucha unter dem Vorwand eindrangen, man suche illegale Marihuanafelder. […]


MEXIKO: Verdreifachung der Frauenmorde im Bundesstaat Mexiko

(Montevideo, 26. Mai 2008, comcosur).- Die Zahl der Frauenmorde hat sich im Bundesstaat Mexiko, der den Hauptstadtdistrikt umgibt, in den letzten sechs Jahren verdreifacht und damit selbst die Situation in Ciudad Juárez, im Bundesstaat Chihuahua, übertroffen. Dies gab die Parlamentsabgeordnete der Partei der Demokratischen Revolution PRD (Partido de la Revolución Democrática), Alliet Bautista Bravo, bei einem Treffen der Parlamentarischen Sonderkommission zur Erarbeitung von Maßnahmen und zur juristischen Aufklärung von Frauenmorden mit der Sonderstaatsanwältin für Straftaten gegen Frauen und Menschenhandel Fevimtra (Delitos de Violencia Contra las Mujeres y Trata de Personas), Guadalupe Morfín Otero, bekannt. […]


PERU: Indigenes Land in Gefahr

(Montevideo, 29. Mai 2008, comcosur).- Das Land der Indígenas in Peru ist bedroht. Am 20. Mai hat die Regierung von Präsident Alan García das Gesetz 1015 verkündet. Dieses verändert die Regeln, nach denen indigenes Land verkauft werden kann. „Das ist ein Frontalangriff auf die indigenen Gemeinden und es wird die traditionellen Formen von Arbeit, Ökonomie und Organisation der Indígenas zerstören“, so die Andine Koordination Indigener Organisationen CAOI. […]