Mikromachismus

Der Begriff „Machismo“ (vom spanischen Wort „macho“ für Männchen, männlich) bezeichnet das Gefühl oder die Einstellung, dass der Mann quasi von Natur aus der Frau überlegen sei. Diese Haltung bildet die Grundlage für geschlechtsspezifische Gewalt gegen FLINTA*, und für eine strukturelle Diskriminierung von diesen. Als „Mikromachismen“ werden subtile, häufig unbemerkte oder gesellschaftliche akzeptierte Formen des Machismo bezeichnet, die aber dazu beitragen, starre Geschlechterrollen aufrecht zu erhalten. Ein Beispiel dafür ist, dass Kleidung für Mädchen häufig immer noch rosa ist und diesen die Rolle der „Prinzessin“ zugeschrieben wird, während Jungs blau tragen und zu „Abenteurern“ erzogen werden. Dass in Werkstätten oder Banken in vielen Fällen der Mann angesprochen wird, selbst wenn die Frau die Eigentümerin des Autos oder des Kontos ist. Oder, dass Männern für Arbeiten im Haushalt oder in der Kindererziehung gelobt werden, die bei Frauen als selbstverständlich gesehen werden. Auch abwertende Stereotypen wie der Vorwurf, eine Junge „heule wie ein Mädchen“ zählen zu den „Mikromachismen“.

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