Proteste gegen kanadisch-kolumbianisches Freihandelsabkommen

(Fortaleza, 07. April 2009, adital-poonal).- Die kanadische Organisation SOS-Kolumbien mobilisiert gegen die Entscheidung der kanadischen Regierung, den Ratifizierungsprozess des Freihandeslvertrags zwischen Kanada und Kolumbien zu initiieren. „Wir rufen zu Mobilisierungen auf, um der kanadischen Regierung zu zeigen: wir wollen im Namen der Ökonomie nicht zu Komplizen werden mit dem Terrorregime, das in Kolumbien existiert“, so SOS-Kolumbien.

In Kanada kritisieren verschiedenste NGOs und Gruppen vor dem Hintergrund der schweren Menschenrechtsverletzungen, die in Kolumbien stattfinden, die Unterschrift des kanadischen Premiers Stephen Harper unter den Freihandelsvertrag vom 21. November 2008. Am 26. März hat die kanadische Regierung den Freihandelsvertrag dem Parlament vorgelegt, damit dieses den Ratifizierungsprozess beginnt. Die Abgeordneten müssen innerhalb von 21 Tagen die Diskussion über die Ratifizierung und Implementierung des Freihandelsvertrags beginnen.

Die protestierenden kanadischen Organisationen rufen dazu auf, international gegen die Ratifizierung des Freihandelsvertrags zu protestieren. „Eine Ratifizierung stünde für eine Legitimierung der Verletzungen der Menschenrechte und der sozialen Rechte in Kolumbien sowie für die Politik, das Land von Bauern zu konfiszieren, Millionen Kolumbianer*innen in ihrem eigenen Land zu vertreiben, Gewalt anzuwenden, um Megaprojekte wie z.B. Bergbauprojekte durchzuführen sowie für den Raub der natürlichen Ressourcen des Landes durch kanadische Firmen“, so SOS-Kolumbien.

CC BY-SA 4.0 Proteste gegen kanadisch-kolumbianisches Freihandelsabkommen von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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