Indigene leiden unter Ölpest

Foto: Desinformémonos
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(Mexiko-Stadt, 14. Februar 2016, desinformémonos).- Wieder hat es in Peru eine Ölpest gegeben. Am 25. Januar liefen rund 2.000 Barrel Erdöl in den Fluss Marañón im peruanischen Amazonasgebiet, von dem tausende Indigene abhängig sind. Das Erdöl wird vom Staatsbetrieb Petroperú gefördert, der sich nach Angaben der Indigenen nicht an die Vorschriften halte. “Etwa 80 indigene Gemeinden und Dörfer der Amazonasregion sind von dem ausgelaufenen Rohöl besonders betroffen”, erklärte der Vorsitzende der regionalen Indigenen-Vertretung Orpian-P (Organización Regional de Pueblos Indígenas de la Amazonía Norte de Perú), Edwin Montenegro, am 12. Februar.

Grund für das Auslaufen war ein Versagen der Nordperu-Pipeline des Unternehmens. “Das Regenwasser hat das übergelaufene Öl bis zum Fluss Chiriaco und weiter zum Marañón gebracht. Die Schutzbarrieren von Petroperú wurden von dem ansteigenden Wasser überspült”, beschrieb Montenegro die Situation. Das Unternehmen sei mehr damit beschäftigt, das Öl zu retten, als das verseuchte Gebiet zu reinigen. Den indigenen Gemeinden sei keine Hilfe zur Verfügung gestellt worden, heißt es.

CC BY-SA 4.0 Indigene leiden unter Ölpest von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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