Fridays for Future Cali mobilisiert für Umweltgerechtigkeit

Die Umweltbewegung Fridays For Future Cali bei einer Mobilisierung am 19. März / Foto: colombia informa

(Cali, 18. März 2021, colombia informa).- Die Umweltbewegung Fridays For Future Cali fordert konkrete Maßnahmen, um der Klimakrise entgegenzusteuern. Gleichzeitig tritt die Ortsgruppe für die Erfüllung der Klimaabkommen, die Kolumbien und andere Länder vereinbart haben, ein.

„Wir sprechen nicht mehr von Klimawandel, sondern von einer Klimakrise, denn es ist bereits eine Realität, die wir erleben. Wir fordern, dass das Abkommen von Paris aus dem Jahr 2015 in die Praxis umgesetzt wird, in dem die großen Wirtschaftsmächte und auch alle anderen Länder versprechen, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und die Entwaldung, Verschmutzung und den Plastikverbrauch einzudämmen. Wir werden überschwemmt von alledem. Auch das Abkommen von Escazú ist sehr wichtig, bei dem es um den Schutz von sozialen und Umweltaktivisten und Aktivistinnen geht. Viele Abkommen werden jedoch nicht eingehalten“, bekräftigt Gustavo Veira, Mitglied von Fridays for Future Cali.

Der weltweite Aktionstag am 19. März begann in Cali nachmittags mit einer Kundgebung am Parque de las Banderas und ging anschließend über die zentrale Verkehrsachse Calle 5 bis zum Rathaus. Die Protestierenden nahmen mit Performances die Straße ein, es beteiligten sich Kunstschaffende der Stadt, Umwelt- und Tierrechtsaktivist*innen, Feminist*innen und weitere Kollektive.

Für die Ausrufung des Klimanotstands und Umweltschutzmaßnahmen

Die Mobilisierungen hätten zum Ziel, dass in Cali der Klimanotstand ausgerufen wird, erläutert Gustavo Veira. Gleichermaßen fordern sie von der kolumbianischen Regierung die Einführung von umweltpolitischen Maßnahmen zum Schutz der Wälder, Páramos (Ökosystem der Anden überhalb der Baumgrenze), Feuchtgebiete und bedrohter Tierarten wie dem Loro cabeciamarillo, einer Papageienart, die es nur in Kolumbien gibt und vom Aussterben bedroht ist.

Fridays for Future lädt alle Menschen ein, bei ihren Protesten mitzumachen und betont die Bedeutung, auf die Straße zu gehen: „Es tut sehr weh, so viele Verstöße, etwa die Verschmutzung unserer Flüsse zu sehen, vor allem wenn das ignoriert wird und Moorgebiete sich in Zementwüsten verwandeln. Die Leute müssen aktiv werden und ihre Stimme erheben. Wir müssen das verteidigen, was wir hier in Cali haben, und die ganze Welt soll davon erfahren. Die Leute sollen aufbrechen und ihre Botschaften und Plakate mitbringen. Wenn sie zum Beispiel der Fahrradbewegung angehören, einem Kunstkollektiv oder einer Musik- oder Theatergruppe und uns begleiten möchten, sind alle herzlich eingeladen“, so Gustavo Veira.

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