Belize verbietet Erdölförderung zum Schutz seiner Korallenriffe

Von Knut Hildebrandt

Koralle
Die Elchgeweihkoralle gilt als eine der wichtigsten Korallen in der Karibik. Für ihren Schutz ist jetzt ein wichtiger Schritt gemacht worden. Foto: Flickr/CameliaTWU (CC BY-NC-ND 2.0)

(Berlin, 15. Januar 2018, npl).- Die Regierung Belizes kündigte die endgültige Einstellung aller Aktivitäten zur Erdölförderung vor Küste des kleinen mittelamerikanischen Landes an. Damit ist Belize das erste Entwicklungsland der Welt, das eine so weitreichende Entscheidung trifft.

Nadia Blood setzt sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin des World Wildlife Fund (WWF) für den Schutz der Korallenriffe Mesoamerikas ein. In einer Erklärung der Umweltorganisation sprach sie von einem großen Tag für Belize. Die Regierung habe nicht nur den Aufruf zum Schutz der Korallenriffe aus dem letzten Jahr aufgegriffen. Sie habe das Land auch zu einem Vorreiter im Schutz der Ozeane gemacht.

Korallenriffe sind wichtiger Wirtschaftsfaktor

Das Belize Barrier Reef hat eine Länge von rund 300 Kilometern. Es ist Teil des mesoamerikanischen Korallenriff-Systems, dem zweitgrößten Riff-System der Welt nach dem Great Barrier Reef in Australien. Bedroht wurde die Korallenriffe unter anderem durch die seismische Erkundung von Erdöllagerstätten. Das ist jetzt untersagt.

Indem Belize diese große Gefahr für die Korallenriffe unterbunden habe, sichere das Land seinen zukünftigen Wohlstand, sagte Blood in der Erklärung des WWF. Denn die Schönheit der Riffe ist ein wesentlicher Motor für die Tourismusindustrie. Und diese ist der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes.

CC BY-SA 4.0 Belize verbietet Erdölförderung zum Schutz seiner Korallenriffe von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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