Anhaltende Dürre: Regierung ergreift Maßnahmen

(Rio de Janeiro, 13. Januar 2009, púlsar).- Die Regierung Uruguays hat am 12. Januar 2008 beschlossen, durch „Notfallmaßnahmen“ den landesweiten Folgen der Trockenperiode entgegenzutreten. Der durch die „Klimakatastrophe“ hervorgerufene „landwirtschaftliche Notstand“ mache Hilfeleistungen für Bauernhöfe und Familienbetriebe notwendig.

Die Regierung kündigte daher an, Geldmittel für landwirtschaftliche Betriebe und kleine Viehhaltungsbetriebe bereitstellen zu wollen. Weiterhin solle Viehfutter importiert werden, welches den kleinen Viehzuchtbetrieben gegen unbefristete Darlehen zur Verfügung gestellt werde. Zudem sollen durch die Dürre betroffene Bauernhöfe Entschädigungszahlungen erhalten.

Der Minister für Landwirtschaft Ernesto Agazzi erklärte, dass sich die Trockenheit durch das Ausbleiben der für Dezember erwarteten Niederschläge verschlimmert habe. Mehr als zweieinhalb Millionen Hektar Land seien derzeit von der Dürre betroffen. Agazzi zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass die landwirtschaftlichen Unternehmer*innen die angekündigten Gewinnspannen erreichen würden. Er erläuterte, dass sie in ihrer Funktion als Unternehmer*innen „die Risiken auf sich nehmen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen sollten“.

Ein weiteres Problem sind die Brände, die auf Grund des Regenmangels in verschiedenen Landesteilen ausgebrochen sind. Der stellvertretende Innenminister Ricardo Bernal wies darauf hin, dass in den letzten 40 Tagen mehr als 11.000 Hektar Land durch Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden seien.

Uruguays Präsident Tabaré Vázquez erklärte, dass er auch konkrete Maßnahmen gegen den landesweiten Anstieg des Fleischpreises ergreifen werde. Er versicherte, dass dieser Preisanstieg durch die Geschäftspraktiken von Lebensmittelspekulant*innen verursacht werde.

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