MPLA mobilisiert für Präsidentschaftswahlen

Präsident Lourenço wird zum 2. Mal für den MPLA antreten.
Foto: Jérémy Barande
CC BY-SA 2.0

(Luanda, 27. Juli 2022, Prensa Latina/poonal).- Am 24. August finden in Angola die Präsidentschaftswahlen statt. Seit sich das Land im Jahr 1975 gegen die Kolonialmacht Portugal durchgesetzt und seine Unabhängigkeit errungen hat, regiert der Movimento Popular de Libertação de Angola, kurz: MPLA, das Land.  Sechs Parteien und ein Bündnis  aus fünf Interessengruppen werden gegen ihn zur Wahl antreten: die Nationale Union für die vollständige Unabhängigkeit Angolas, die Partei der sozialen Erneuerung, die Nationale Front für die Befreiung Angolas, die Nationale Patriotische Allianz, die Humanistische Partei Angolas, die Nationalistische Partei für Gerechtigkeit in Angola und die Koalition Breites Bündnis zur Rettung Angolas.

Präsident Lourenço: „Nicht locker lassen!“

Mit mehr als drei Millionen Mitgliedern ist seine Partei die größte politische Organisation in dem afrikanischen Land, und in allen Provinzen, Städte und Gemeinden erfahren die Wahlkampfveranstaltungen der Bewegung einen massiven Zulauf. Der amtierende Präsident und MPLA-Spitzenkandidat João Lourenço verkündete heute dennoch, man dürfe jetzt nicht locker lassen. Auf einer Massenkundgebung in Sumbe, der Hauptstadt der westlichen Provinz Cuanza Sul, rief er alle seine Aktivist*innen auf, von Tür zu Tür zu gehen und die Werbetrommel zu rühren, um den Sieg seiner Partei zu gewährleiten. In seiner Rede betonte der Staatschef immer wieder, man dürfe nicht vergessen, dass alle großen Errungenschaften des angolanischen Volkes: die nationale Unabhängigkeit, der Sieg über die Apartheid, der Frieden, der Wiederaufbau des Landes, der Kampf gegen die Korruption und die eingeleiteten Wirtschaftsreformen, unter der Führung des MPLA erkämpft wurden. Auch die Erfolge seiner Partei in Sachen Gendergerechtigkeit  hob der Präsident hervor: Die Kandidatur für die Nationalversammlung (Einkammerkongress) sei geschlechterparitätisch abgestimmt.

Erst Wahlen, dann AKP-Gipfel

Bei den Parlamentswahlen am 24. August werden die 220 Mitglieder des Parlaments gewählt und das Amt des Präsidenten und des Vizepräsidenten der Republik vergeben. Das Gesetz schreibt nur einen Wahlgang vor: Der Kandidat der Partei oder Koalition mit den meisten Stimmen wird automatisch Präsident der Republik und damit auch Chef der Exekutive. Mehr als 14.399.000 Angolaner*innen und Angolaner sind stimmberechtigt, etwa 22.500 von ihnen leben im Ausland.

Ein Vierteljahr nach der Wahl wird in Angolas Hauptstadt Luanda das diesjährige Treffen der Organisation Afrikanischer, Karibischer und Pazifischer Staaten, kurz AKP-Gruppe, stattfinden. Auch hierfür sind die Vorbereitungen in vollem Gange. Vom 6. bis 10. Dezember werden Vertreter*innen von 79 Staaten zusammenkommen, um über Möglichkeiten der Armutsbekämpfung und nachhaltigen Entwicklung sowie eine stärkere Einbindung in die Weltwirtschaft diskutieren. Mit dem Gipfel beginnt auch die dreijährige Präsidentschaft Angolas: Bis 2025 wird das Land den Vorsitz der AKP-Gruppe halten.

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