„Das Land läuft Gefahr, ein gescheiterter Staat zu werden“

Der honduranische Anwalt Joaquín Mejía im Gespräch mit dem Journalisten José Peraza. Foto: Voces Nuestras

Es war ein erwarteter Paukenschlag: am 30. März hat ein New Yorker Gericht Tony Hernández zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bruder des honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández war in den USA festgenommen und im Oktober 2019 wegen des Schmuggels von 185 Tonnen (!) Kokain und Waffenbesitzes schuldig gesprochen worden.

Die Verurteilung des Bruders des Präsidenten vertieft Honduras‘ Ruf als Narco-Staat. Immer wieder gibt es auch Anzeichen für die Beteiligung von Polizei und Armee in den Drogenschmuggel. Im Prozess hat die New Yorker Staatsanwaltschaft auch dem Präsidenten selbst Beteiligung am staatlich geförderten Drogenschmuggel vorgeworfen; noch ist er allerdings nicht angeklagt. Mittlerweile haben Dutzende Organisationen der honduranischen Zivilgesellschaft den sofortigen Rücktritt des Präsidenten und aller Spitzenfunktionäre der Regierung gefordert. Doch Juan Orlando Hernández genießt zumindest bis zum Ende seiner Amtszeit im Januar 2022 Immunität.

Im Interview mit Radio Progreso erklärte der honduranische Anwalt Joaquín Mejía, was die Verurteilung und der Machtwechsel in den USA für das Verhältnis zwischen Zentralamerika und den USA bedeuten. Das von José Peraza geführte Interview wurde im spanischen Original von Voces Nuestras online veröffentlicht.

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