Demokratisches Spektrum begrüßt „Zeitenwende“

Gustavo Petro im Wahlkampf
Foto: fotos públicas

(Bogotá, 20. Juni 2022, ANRed).- Ein breites demokratisches Spektrum hat den Wahlsieg Gustavo Petros begeistert aufgenommen. Regierungskritische Liberale, soziale und politische antikapitalistisch orientierte Organisationen, die den Wandel zu einer progressiven Politik befürworten, hatten die Kandidatur des 62-Jährigen für das Präsidentenamt unterstützt. So gelang es zum ersten Mal seit über 200 Jahren,  eine Mehrheit gegen das reaktionäre, autoritäre, konservative, oligarchische und USA-treue Lager zusammenzutrommeln.

Breites Bündnis schaffte politischen Druck

Seit dem Frühjahr 2021 hatten sich vor allem Frauen, junge Menschen, prekär beschäftigte Arbeiter*innen, Menschen vom Land, indigene Gemeinschaften, Schwarze Communities und andere traditionell marginalisierte Bevölkerungsgruppen zu großen und anhaltenden Massenprotesten zusammengefunden und Veränderung der so festgefahrenen politischen Strukturen im Land gefordert. Der dadurch entstandene politische Druck hat das Land regelrecht wachgerüttelt und sicher auch das Wahlergebnis beeinflusst. Der gemeinsame massive Protest richtete sich gegen das vom Militär, Polizei und Paramilitärs verschuldete Elend und die Verbrechen an hunderten Ermordeten und tausenden Gefolterten, Verletzten, Festgenommen und Verurteilten. Jegliche bewaffnete Einheit ist durchsetzt von einer konservativ-traditionellen Politik, vom Drogenhandel und der Industrielobby, die die Interessen ausbeuterischer internationaler Konzerne vertritt.

Den Teufelskreis durchbrechen

Der erwachte Kampf-Geist Kolumbiens ist nicht länger bereit, ein von Drogenkriminalität und Terror dominiertes Regime zu dulden, das zahlreiche soziale Führungspersonen, Menschenrechtler*innen und Umweltschützer*innen auf dem Gewissen hat, und durchbricht den jahrhundertlangen Teufelskreis aus Resignation und Fatalismus gegenüber der dominierenden Oligarchie und den machthabenden Interessen, die zum großen Teil vom Militär unterstützt werden. Lange genug hat das Land den USA als Ressourcenlager  gedient. Nach der Wahl beglückwünschten unzählige Persönlichkeiten aus Lateinamerika und der Welt die kolumbianische Nation, Gustavo Petro und Francia Márquez zu dem Ergebnis. Der historische Wandel ist für viele Menschen ein Grund zum Feiern.

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