Entführte Angehörige der Menschenrechtlerin Salazar tot aufgefunden

Foto: púlsar(Berlin, 01. März 2011, npl).- Die drei Anfang Februar entführten Angehörigen der 2010 ermordeten Menschenrechtlerin Josefina Reyes Salazar wurden am 25. Februar tot aufgefunden. Bei den Leichen habe man die Nachricht einer Gruppe gefunden, die zum so genannten “organisierten Verbrechen” gerechnet wird, berichtet das Portal Puente Libre.

Geschwister und Schwägerin von Menschenrechtsaktivistin ermordet

Die Leichen von Elías, María und Luisa Salazar seien in der Nähe der Gemeinde Guadalupe (Bezirk Bravos) in einer Senke im Gestrüpp gefunden worden, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua, Carlos González gegenüber der Presse. Die beiden Geschwister und eine Schwägerin von Josefina Reyes Salazar waren am 7. Februar im Tal von Juárez bei einem bewaffneten Überfall auf ihr Auto entführt worden.

Bei ihnen waren zu diesem Zeitpunkt auch ein Mädchen, die Tochter von Elías Reyes und Luisa Ornelas sowie die Mutter der Entführten, Sara Salazar. Sara Salazar und das Kind wurden bei dem Überfall aus dem Auto gezerrt und auf der Landstraße zurückgelassen.

Haus der Mutter angezündet

Am 16. Februar 2011 wurde das Haus von Sara Salazar angezündet. In der Nacht darauf brannte das Haus von Malú García, einer Unterstützerin der Familie. García ist Mitglied der Menschenrechtsorganisation Nuestras Hijas de Regreso a Casa, deren Vorsitzende ebenfalls ermordet worden ist. Nach dem Brand und vorhergehenden Drohungen war García bereits aus Ciudad Juárez geflohen. Claudia Reyes, die Schwester der Verschwundenen erklärte noch vor wenigen Tagen, dass es für sie und ihre Mutter unwichtig sei, ob die Täter die sieben Häuser und drei Geschäfte der Familie auch noch niederbrennen, denn: „wir werden hier nicht mehr wohnen bleiben. Wir hoffen einfach nur, dass die drei Verschwundenen lebend wieder auftauchen.“

Serie von Drohungen und Gewalt gegen die Familie Salazar

Bereits am 3. Januar des vergangenen Jahres war die Menschenrechtsaktivistin Josefina Reyes Salazar getötet worden, als sie sich auf dem Weg in den Ort El Sauzal befand. Die Mörder sind bis heute unbekannt. Josefina Reyes war über zehn Jahre als Menschenrechtlerin aktiv gewesen und hatte ein lokales Menschenrechtskomitee gegründet.

Sie prangerte nicht nur die nach wie vor ungeklärte Mordserie an Frauen in Ciudad Juárez an, sondern auch die Verletzungen der Grundrechte seitens der mexikanischen Armee im Kampf gegen die Drogenkartelle. In den vergangenen zwei Jahren sind mindestens sechs Mitglieder der Familie Salazar umgebracht worden. Die Familie ist bekannt für ihren Einsatz für die Menschenrechte.

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