Mitschnitt ¡DEVUELVE, PÉ! Restitution und Selbstbestimmung

Natalia Rodríguez, Museum Nullius, Performance vor dem Humboldt-Forum, Juli 2019. Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers.

Was bedeutet es, dass indigene menschliche Überreste in europäischen Museen ausgestellt werden? Ist das überhaupt erlaubt? Sind wir uns unserer Kolonialgeschichte bewusst und verhalten uns ihr gegenüber respektvoll? Wer sind die Geschichtenerzähler*innen? Welche Perspektiven nutzen sie, um über „die Anderen“ zu sprechen? Sollten die Sammlungen an ihre Herkunftsorte zurückkehren? Sind wir zur Restitution bereit?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Online-Veranstaltung „¡DEVUELVE, PÉ! Restitution und Selbstbestimmung: Rückgabe von lateinamerikanischem Kulturerbe“. Gemeinsam diskutierten: Tahir Della (Decolonize Mitte/Nohumboldt21, Berlin), Manuela Fischer (Staatliche Museen zu Berlín, Ethnologisches Museum Berlin), Juana Londoño (ACT Colombia, Bogotá), Arlette-Louise Ndakoze (SAVVY Contemporary, Berlin), Rossana Poblet (Espacio Abierto, Lima), Elizabeth Salguero (ehemalige Botschafterin von Bolivien in Deutschland) und Xokonoschtletl Gómora (Aktivist, Mexico).

Ende 2020 wird in Berlin das Humboldt Forum eröffnet, eines der teuersten und kontroversesten Kulturprojekte Europas. Im Humboldt Forum wird ein Teil der Sammlung des Ethnographischen Museums ausgestellt. Diese Sammlung verfügt über mehr als 120.000 Exponate aus Amerika, dazu zählen unter anderem viele menschliche Überreste, wie die Mallqui (Mumie) von Chuquitanta.
Ziel der Veranstaltung war es, die lateinamerikanische Perspektive in die Debatte der Entkolonialisierung der europäischen Museen und Sammlungen mit einzubeziehen und kontextualisierte sie zusammen mit anderen Initiativen, die sich ebenfalls kritisch positionieren.

Aus der 3,5stündigen Veranstaltung wurde ein Mitschnitt verfasst, der auf Spanisch und mit einer deutschen Zusammenfassung nachzuhören ist.

 

CC BY-SA 4.0 Mitschnitt ¡DEVUELVE, PÉ! Restitution und Selbstbestimmung von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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