Umweltschützer ermordet

Der Fundort der Leiche des peruanischen Umweltschützers Jorge Muñoz. Foto: Servindi

(Lima, 26. Dezember 2020, servindi/telesur).- Kurz vor Weihnachten wurde in Peru die Leiche des 51-Jährigen Umweltschützers Jorge Muñoz am Rand eines Weges im Bezirk Pátapo in Ferreñafe, Provinz Lambayeque gefunden. Muñoz war am 19. Dezember als vermisst gemeldet worden. Seine Leiche wies eine Kopfverletzung auf, die Mordkommission der Peruanischen Nationalpolizei ermittelt.

Muñoz war für sein Engagement zum Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes des archäologischen Komplexes Tambo Real bekannt. Der Direktor des Nationalmuseums von Sicán, Carlos Elera, erklärte, Muñoz habe zuvor Morddrohungen von Mafiagruppen erhalten, die die Waldfauna und archäologische Stätten ausplündern. „Herr Muñoz wurde von Zwischenhändlern bedroht, von Leuten, die in Steinbrüchen in archäologischen Stätten illegal Bergbau betreiben; zudem von Leuten, die geschützte endemische Baumarten fällen“, so der Archäologe. Muñoz sei am Nachmittag des 19. Dezember aus dem Haus in den Wald gegangen, weil er eine Motorsäge gehört habe. Danach sei er nicht mehr zurückgekehrt.

Muñoz hat sich seit langem dem Schutz des archäologischen Komplexes Tambo Real gewidmet, der Teil des archäologischen Parks Batan Grande ist. Dort wachsen endemische Bäume wie der Johannisbrotbaum und der Sapotillbaum. Zudem gibt es dort etwa 400 archäologische Fundstätten. Seit Jahren werden diese Orte von kriminellen Gruppen bedroht, die illegalen Holzeinschlag und illegalen Bergbau betreiben sowie archäologische Stätten plündern.

Bestürzung über den Mord

Der mutmaßliche Mord an Muñoz löste in Behörden und bei sozialen Organisationen Bestürzung aus. Das peruanische Umweltministerium forderte eine umfassende Untersuchung des Todes. Solche „kriminellen Aktionen“ dürften nicht straflos bleiben. Die staatliche Ombudsstelle wies auf Gefahr hin, in der sich Umweltschützer*innen befänden und forderte die Behörden auf, diese besser zu schützen, „damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen“.

CC BY-SA 4.0 Umweltschützer ermordet von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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