Reisewarnungen schädigen dem internationalen Ansehen Guatemalas

(Guatemala-Stadt, 18. März 2010, cerigua).- Die aktuellen Reisewarnungen aufgrund der kritischen Sicherheitslage in Guatemala, die kürzlich auf den Internetseiten der deutschen, spanischen und südkoreanischen Botschaften veröffentlicht wurden, schädigen stark dem Ansehen des Landes. Guatemala fühlt sich von ausbleibenden Tourist*innen und dem Fehlen ausländischer Investitionen betroffen.

Laut Aussage der Vertreterin der Tourismuskammer, Maura Acevedo, hätte die in die Deutschland aufgetauchte Reisewarnung gravierenden Einfluss, denn anstatt den Tourismus anzukurbeln, führe sie zu dessen Rückgang. Außerdem würden die Auslandsinvestitionen zurückgehen, sodass dringend Lösungen gefunden werden müssten, um nicht noch mehr die lokale Wirtschaft zu schwächen.

Ericka Guillermo, Leiterin der Marktforschungsabteilung des Guatemaltekischen Tourismusinstituts INGUAT (Instituto Guatemalteco de Turismo) argumentierte, dass sich die deutsche Warnung auf Zwischenfälle beziehe, die sich nicht erst kürzlich zugetragen hätten. Einige der genannten Ereignisse seien bereits im vergangenen Jahr geschehen und hätten nichts mit Tourist*innen zu tun; daher werde INGUAT darum bitten, diese Information zu aktualisieren. Die verbreiteten Reiseinformationen warnen nicht davor, nach Guatemala zu reisen, sondern mahnen erhöhte Aufmerksamkeit aufgrund des Anstiegs von Gewalt und Kriminalität an, von dem mehrfach berichtet wurde. Die deutsche Botschaft hebt zudem hervor, dass sich die generelle Sicherheitslage verschlechtert hat und Guatemala die höchsten Kriminalitätsindizes in Lateinamerika aufweist.

Der deutsche Botschafter Peter Linder erläuterte, dass sich der Hinweis seit sechs Monaten auf der Internetseite befinde und alle 30 Tage je nach Entwicklung der Sicherheitslage verändert werde. Die Aktualisierung wurde am 15. März vorgenommen, nachdem zwei Studenten der Deutschen Schule in der Hauptstadt durch Schusswaffen verletzt wurden. Dies zeige, dass jede Person gefährdet sei, so Linder.

Auf der Internetseite des spanischen Außenministeriums wurde eine Liste von 14 Sicherheitsmaßnahmen für Guatemalareisende veröffentlicht; weiter benennt sie die Hauptstadt und die anliegenden Bezirke als die gefährlichsten Regionen des Landes. Die südkoreanische Tageszeitung The Corea Herald urteilt ebenfalls, dass in Guatemala höchste Vorsicht geboten sei und empfiehlt den Tourist*innen, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

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