Mexikanische Gewerkschafter*innen lehnen Reform des Arbeitsgesetzes ab

von Alejandro Pacheco

Logo der mexikanischen Gewerkschaft SME(Buenos Aires, 03. Mai 2011, púlsar).- Anfang Mai haben über 30.000 Gewerkschafter*innen haben gegen die geplante Reform der mexikanischen Arbeitsgesetze demonstriert. Die Proteste fanden im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit in Mexiko-City am 1. Mai statt.

Gegenüber der Agentur Púlsar erklärte Fernando Amescua, Chef der Gewerkschaft Elektrizität SME (Sindicato Mexicano de Electricistas), in der Mobilisierungsphase hätten sich Vertreter*innen verschiedener Arbeiterverbände immer wieder für eine Änderung der geltenden Arbeitsgesetzgebung eingesetzt. Insbesondere die Gewerkschaften hätten dabei auf die Verteidigung ihrer Rechte verwiesen.

Akkordarbeit für 50 Cent

In ihrer letzten Legislaturperiode hatte die zentralistische Partei PRI (Partido Revolucionario Institucional) einen Reformentwurf für die derzeitige Arbeitsgesetzgebung vorgelegt. Dieser sieht unter anderem die Einführung eines Arbeitsvertrags auf Probe vor, der eine freie Kündigung ohne Extrakosten für den Arbeitgeber möglich macht. Außerdem wird eine Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen für stundenweise Tätigkeiten und Akkordarbeit angeregt und als Entlohnung werden umgerechnet 50 US-Cent pro Stunde vorgeschlagen.

Bei einem Treffen warf der Pressesprecher der Minenarbeitergewerkschaft SNTMMSRM (Sindicato Nacional de Trabajadores Mineros, Metalúrgicos y Similares de la República Mexicana ), Genaro Arteaga Trejo, dem mexikanischen Arbeitsminister Javier Lozano vor, einen explizit anti-gewerkschaftlichen Kurs zu verfolgen und für eine Politik einzutreten, die sich gegen die Arbeiter*innen richte.

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