Interview mit Elena Reynaga, Vorsitzende von argentinischer Sexarbeiterinnengewerkschaft AMMAR

Sexarbeit ist immer wieder ein sehr umstrittenes Thema. Auf der ganzen Welt kämpfen Sexarbeiterinnen für ihre Anerkennung als ganz normale Arbeiterinnen. Sie müssen dabei oft nicht nur gegen bestehende Gesetze kämpfen sondern vor allem gegen ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. In den Augen vieler Menschen werden sie als Frauen gesehen, die dazu beitragen, die Gesellschaft moralisch zu zerrütten, als Frauen, die ihre ganze Persönlichkeit verkaufen und 24 Stunden am Tag nichts anderes sind als Sexarbeiterin. Huren eben. Zwang und Gewalt innerhalb des Gewerbes werden dabei oft mit dem Wesen der Prostitution in Verbindung gebracht anstatt mit der vielerorts vorhandenen restriktiven Gesetzgebung und der öffentlichen Stigmatisierung.
In Argentinien existiert bereits seit 10 Jahren die Organisation von Sexarbeiterinnen AMMAR. AMMAR war von Beginn an Teil der Dachgewerkschaft CTA. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit hat es die Organisation in den vergangen Jahren geschafft, argentinische Politik und Gesellschaft für ihre Ziele zu sensibilisieren. AMMAR setzt sich insbesondere ein für die Anerkennung von Sexarbeit als normale Lohnarbeit, bessere Gesundheitsvorsorge, Aids-Prävention und eine internationale Vernetzung von Sexarbeiterinnen. In Buenos Aires hat Onda mit ihr über ihre Arbeit, ihre Ziele und über das bisher Erreichte gesprochen.

weitere information: www.ammar.org.ar

CC BY-SA 4.0 Interview mit Elena Reynaga, Vorsitzende von argentinischer Sexarbeiterinnengewerkschaft AMMAR von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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