Guatemala will Konsulat in Oaxaca eröffnen

von Nadia Altamirano Díaz

(Mexiko-Stadt, 25. Januar 2011, cimac).- Anlässlich eines Treffens mit mexikanischen Regierungsvertreter*innen am 21. und 22.Januar 2011 verkündete die Botschafterin Guatemalas in Mexiko, Rita Claverie Díaz, das Interesse ihrer Regierung, im Bundesstaat Oaxaca ein Konsulat zu eröffnen.

Eréndira Cruzvillegas, Vorsitzende der Sonderkommission für Menschenrechte in der Regierung von Gouverneur Gabino Cué in Oaxaca, erklärte, dass die Eröffnung dieses Konsulats Klagen und Anzeigen von guatemaltekischen Migrant*innen ermöglichen würde, die Opfer von Gewalttaten in Oaxaca wurden. Bisher gibt es im Süden Mexikos Konsulate von Guatemala und El Salvador nur in den Bundesstaaten Chiapas und Veracruz. In einem Interview hob Cruzvillegas hervor, dass auch Migrant*innen aus El Salvador diese Instanz in Anspruch nehmen könnten. Die Konsulate unterstützen auch Staatsangehörige beider Länder, die sich im Prozess der Abschiebung befinden.

Besorgniserregende Situation der MigrantInnen

Die Vorsitzende der Sonderkommission bezeichnet die Situation der mittelamerikanischen Migrant*innen als besorgniserregend. Durch Oaxaca verlaufen die vier wichtigen Eisenbahnlinien zwischen Nord und Süd, dem Golf von Mexiko und dem Pazifik. Von 25 gefährlichen Punkten auf diesen überregionalen Strecken liegen vier in Oaxaca. Das hatte kürzlich der Exekutivsekretär des Bundesstaatlichen Systems für Öffentliche Sicherheit, Juan Miguel Alcántara, erklärt.

“Die Lage ist sehr schwerwiegend und wir müssen Anstrengungen bündeln, um eine Wiederholung der Menschenrechtsverletzungen zu verhindern”, betonte Cruzvillegas: “Es wird ein Modell entwickelt, welches nicht nur die Migrant*innen einbezieht, sondern auch die anderen Akteure in die Verantwortung nimmt. Für ein friedliches Zusammenleben arbeiten wir mit den Kommunen im Istmo (Süden von Oaxaca an der Grenze zu Chiapas zwischen Pazifik und dem Golf von Mexiko – Anm.Ü.) zusammen.”

Am 11.Januar 2011 stellte die Regierung Oaxacas das „Integrale Modell des friedlichen Zusammenlebens mit MigrantInnen“ vor. Vier Tage später nahm ein mobiles Team mit Ambulanz und Grundversorgung in der Herberge „Hermanos en el Camino“ des Priesters Alejandro Solalinde in der Stadt Ixtepec im Istmo von Tehuantepec seine Arbeit auf.

Cruzvillegas zufolge wäre es ideal, wenn das Konsulat von Guatemala in eben dieser Zone des Istmo eröffnet würde, dort, wo Chiapas und Veracruz fast aneinander grenzen und die zahllosen Frachtzüge aus dem Süden Frauen, Männer und Kindern bringen, deren Zahl niemand kennt.

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