“Geld können wir nicht essen!”

(Rio de Janeiro, 09. Dezember 2009, púlsar).- Irma Luz Poma Canchumani kommt aus der Gemeinde Cochas Grande in der peruanischen Provinz Huancayo. Sie ist nach Kopenhagen gereist, „aus Sorge um die Mutter Erde und um die Harmonie in der gesamten Welt.“

Viele indigene Völker sind auf dem UN-Kongress zum Klimawandel vertreten, sowie im „KlimaForum“, um ihre Visionen des Respekts und der Sorge für die Pachamama, die Mutter Erde, mitzuteilen.

Irma Luz Poma Canchumani führt konkrete Beweise für die Auswirkungen des Klimawandels in ihrer Gemeinde Cochas Grande an. Der Name des Ortes bedeute Lagune, obwohl heutzutage nichts mehr von der Lagune übrig sei. Die eigene Bevölkerung streite sich um das Wasser.

Die indigene Vertreterin warnt vor den Verschiebungen der Jahreszeiten als eine weitere Konsequenz des Klimawandels. Diese verlaufen konträr zu den Erntezyklen. „Es gibt keinen Regen mehr in diesen Zeiten, nur starke Winde, die Sonne verbrennt dir die Haut und es treten Krankheiten auf, die wir nie zuvor gesehen haben.“

Das „KlimaForum“ bietet den indigenen Gruppen Raum, um sich über ihre Situation, Perspektiven und Vorschläge auszutauschen. In einem der Säle zeigen sie Videoproduktionen, die mit Hilfe der Gruppe Insight erstellt wurden. Der Zusammenschluss ist in Kenia, Kamerun, auf den Philippinen, im Norden Kanadas, sowie in Panama und Peru aktiv. Maja Tillmann, eine der Koordinatorinnen der Gruppe Insight, erklärt, dass jede Gruppe ihr Video in partizipativer Form produziert habe. „JedeR filmt, kann gefilmt werden und die Filme werden von allen angesehen. Es gibt keinen Regisseur. Das macht die Leute stolz und gibt ihnen viel Kraft.“

Laut Irma Luz Poma Canchumani ermöglichen diese Filme die Realität zu sehen, wie die Bewohner*innen in ihrem Dorf leben und wie sie von den Effekten des Klimawandels betroffen werden. Deswegen ruft sie die Welt auf, sich der Dringlichkeit des Schutzes der Mutter Erde bewusst zu werden. Denn, so die indigene Vertreterin, „wenn es die Mutter Erde nicht mehr gibt, Geld können wir nicht essen.“

CC BY-SA 4.0 “Geld können wir nicht essen!” von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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